das wetter: hart wie brot (12):
Mike Rudolpho legte die Füße auf seinen Schreibtisch. Er schnippte den Hut in den Nacken. Es war die übliche Geschichte gewesen. Reicher Alter, junge Blondine. Das Bett war kalt. Und das Herz heiß wie ein Schmetterling. Mike Rudolpho kippte den Bourbon, wie das Leben des Butlers gekippt worden war. Er wusste alles. Und jetzt nichts mehr. Mike Rudolpho betrachtete das Bündel Scheine. Hätte er den Cops etwa alles beibiegen sollen? Der greise Senator hatte sowieso nur noch wenige Monate zu leben. Ohne seine asiatische Krankenschwester. Mike Rudolpho dachte an Linda. Seine Sekretärin war durchgebrannt. Aber sie würde zurückkommen, wie alles wiederkehrte, sobald die Zeit dafür reif war.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen