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… und sonst?

Bürgernähe hat jetzt auch der Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses für sich entdeckt. Erstmals mischt er sich am Montag für eine Tagung unter das Wahlvolk. In den Gropius-Passagen nehmen die Abgeordneten Sorgen und Beschwerden entgegen. Ein erstes Thema könnte das schwindende Vertrauen zu Dachdeckern sein. Ein Angehöriger der Zunft, der ältere Hauseigentümer mit ominösen Dachreparaturen abgezockt hatte, muss nun 5.800 Euro Wiedergutmachung zahlen.

Andere Sorgen haben die Anwohner des Hackeschen Markts. Die sind schon einiges gewohnt, was Kunst auf ihren Höfen und drumherum angeht. Jetzt sollen sie auch noch das „Wunder von Berlin“ beherbergen. Der holländische Künstler Iepe Rubingh will ab dem 17. August einen Eschenahornbaum regnen lassen. Eine Webcam, die das ganze im Minutentakt ins Internet sendet, fehlt natürlich nicht. Potenzielles Publikum sind die bald arbeitslosen Auszubildenden der Berliner Polizei. Die bietet die Gewerkschaft der Polizei morgen ab 11.30 Uhr auf dem Alex zum verspäteten „Sommerschlussverkauf“ an. Der Senat, so die erzürnten Ordnungshüter, plane einen Personalabbau bei der Polizei und biete deren Lehrlinge Bundesgrenzschutz und BKA zur Weiterbeschäftigung an. Das Schily-Ministerium habe schon Interesse bekundet und kurzerhand 422 eigene Ausbildungsplätze gestrichen.