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Explosion tötet ETA-Aktivisten

BILBAO afp/rtr ■ Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Autos in der baskischen Stadt Bilbao sind nach offiziellen Angaben in der Nacht zu Dienstag zwei mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA ums Leben gekommen. Die Leichen zweier Personen seien im Wrack eines Autos gefunden worden, das kurz vor Mitternacht explodiert sei, teilte der Bürgermeister Bilbaos, Inaki Azkuna, mit. Es seien außerdem Funkausrüstung, gefälschte Nummernschilder und eine Pistole gefunden worden. Deswegen vermuteten die Behörden, es habe sich um ETA-Mitglieder gehandelt. Spanische Medien berichteten, möglicherweise hätten die beiden einen Anschlag vorbereiten wollen, als die Bombe versehentlich detoniert sei. Der Vertreter der Regierung für das Baskenland, Enrique Villar, sagte im Rundfunk, viele Menschen könnten jetzt ruhiger schlafen, nachdem dieser mögliche Anschlag fehlgeschlagen seien. Offenbar sei eine Racheakt für die jüngsten Festnahmen mutmaßlicher ETA-Mitglieder geplant gewesen. In den vergangenen zwei Jahren waren Presseberichten zufolge bereits fünf ETA-Mitglieder bei der vorzeitigen Explosion von Sprengstoff getötet worden.

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