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Kairo: Freispruch für Bahnbeamte

KAIRO dpa ■ Für die ägyptische Zugkatastrophe von al-Ajat mit mindestens 361 Todesopfern wird niemand im Gefängnis büßen. Ein Strafgericht in Kairo sprach gestern elf Beamte der staatlichen Eisenbahngesellschaft frei. In der Urteilsbegründung hieß es, die Angeklagten seien selbst Opfer. Die wahren Verantwortlichen seien bei der Transportpolizei und „bei der Bahngesellschaft selbst“ zu suchen. Am 20. Februar hatte ein explodierter Teekocher auf der Strecke Kairo–Oberägypten sieben Waggons eines Zuges in Brand gesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte den elf Beamten, die für die Instandhaltung der Züge verantwortlich waren, vorgeworfen, sie hätten falsche Angaben über die Sicherheit des Zuges unterschrieben. Außerdem hätten sie verhindern sollen, dass sich 4.000 Fahrgäste in den nur für rund 2.000 Menschen zugelassenen Zug pressten.

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