: Stern vom Anfang des Universums
Hamburger Wissenschaftler haben vermutlich einen Blick auf die Anfangsjahre des Universums geworfen. Wie die Universität Hamburg mitteilte, entdeckten sie zusammen mit Kollegen aus Schweden, Australien und den USA einen Stern, der 200.000 mal weniger schwere Elemente enthält als die Sonne – ein Hinweis darauf, dass er sehr alt sein muss. „Niemals zuvor sind wir mit der Untersuchung von Sternen so dicht an die Zustände unmittelbar nach dem Urknall herangekommen“, sagte Norbert Christlieb, Hochschulassistent an der Sternwarte.
Er und seine Kollegen suchen systematisch nach metallarmen Sternen. Den Theorien der Astrophysiker zufolge ist die Milchstraße aus einer riesigen Ansammlung von Wasserstoff und Helium entstanden. Diese Gase wurden in der Geschichte unserer Galaxis durch explodierende Sterne immer mehr mit schwereren Elementen angereichert. Deshalb muss ein Stern umso älter sein, je weniger schwere Elemente er enthält.
Der jetzt gefundene Riesenstern stellt die Wissenschaftler vor ein Problem: Er enthält zwar wenige schwere Elemente, aber doch so viele, dass sich die Frage nach deren Herkunft stellt. Die Forscher suchen jetzt nach noch älteren Sternen, die explodierten und so die Metalle erzeugten. Überdies ist unklar, wie der Riesenstern mit der 0,8-fachen Masse der Sonne und 200.000-mal weniger schweren Elementen entstehen konnte. knö
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