Hunderte demonstrieren gegen die Redaktionsabwicklung der „Westfälischen Rundschau“. Die Leser der betroffenen Zeitung erfahren davon nichts.von Pascal Beucker
Na na na, da wird aber jemand seinem eigenen Namen nicht gerecht. Bei der Lektüre der SZ und der taz fällt auf, dass - obacht! - viel gute eigene Reportagen und Berichte zu finden sind.
Bei den Tagesnachrichten werden in der Tat dpa-Meldungen abgedruckt. Warum auch nicht? Soll eine Zeitung ein Netzwerk aus Journalisten in jedem Land der Welt unterhalten? Über den Preis von 20€ für eine Zeitung dürfen Sie sich dann aber nicht beschweren.
02.02.2013 22:05 Uhr
von FaktenStattFiktion:
Es gibt eben dutzende dieser schlampig gemachten Blätter, welche jeden Morgen nur das abschreiben was die DPA vorgegeben hat. Links davon sind dann noch SZ, FR (...noch.... ) und die taz. Alles eine linke Soße.
Ich werde den Zeitungen helfen, und nun doch wieder ein Blatt abonnieren. Die JungeFreiheit.
02.02.2013 18:03 Uhr
von thogo:
Naja, wer bezieht seine Nachrichten aus den Totholzmedien? Ein guten Kommentar, Recherche sicherlich. Aber Nachrichten? Da ist Internet nun mal einfach besser. Da an Recherche eh immer mehr gespart wird verlieren die Zeitungen an Relevanz. Das war auch an der WR zu beobachten. Daher ist es egal ob diese Blätter verschwinden.
27.01.2013 11:58 Uhr
von Zagreus:
Tja, zeitungen sind eben nicht unabhängig und betreiben eben sehr wohl eine Zensur. Sie sind (fast) unabhängig von Staatlicher Zensur - aber intern sidn nunmal die diversen Redakteure und Journalisten von den Vorgaben (und auch politichen Vorstellungen) ihrer Arbeitgeber - denen, den die zeitung gehört - abhängig (was selbstverständlich bis zu einem bestimmten Grade in jedem betrieb anzutreffen ist). D. h. aber, dass damit auch die Nachrichten, oder sagen wir einmal besser: ihre Produkte stark eben dementsprechend vorgegeben gefärbt sind. Und heutzutage im Internet-Zeitalter sind auch so gut wie sämtliche Meinungsportale der 'Presse' sehr stark zensiert - und zwar nicht nur nach strafrechtlich relevanten Inhalten, sondern schlicht und ergreifend danach, was die jeweilige Zeitung gerne als Kommentar lesen mag. Inwieweit eine Zeitung in welchen Maße abweichende - z. b. Politiche meinungen - zulässt, hängt stark davon ab, inwieweit die jeweiligen Entscheidungsträger ihre Zeitung als ein Art 'Volkserziehungsorgan', anstatt als nachrichtenportal wahrnehmen. Wasfrüher halt der Leserbrief war, der als Veröffentlichter aus tausenden herausgepickt wurde oder zur Not auch Mal in der zeitung passgenau selbst verfasst wurde, das sind heute in vielen Zeitungskommentarbereichen die Kommentare. Letztlich ist dabei die Willkür der Zensur um einige Faktoren stärker als sie es jemals bei staatlichen Zensurstellen war - und wird dementsprechend resolut je nach einzelner Zeitung auch angewendet. Die TAZ ist IMO ein relaiv freies Medium, die Wel... hingegen oder die SZ betreiben eine wesentlich stärkere Zensur etc.
26.01.2013 07:28 Uhr
von karl fuoad:
@SusannahDean
die WR hat jede agenda sauerei der spd und auch der cdu bejubelt und gefeiert. die kommentare waren unerträglich, ja gerafezu ekelhaft neoliberal. zur meinungsfreiheit wie jetzt rumkrakelt wird hat dieses schmierblatt nichts aber auch garnichts beigetragen! insofern ist es wirklich egal ob dieses blatt untergeht. was die redakteure daraus lernen können? einschleimen bei neoliberalen bringt nichts: du landest trotzdem in der gosse.
23.01.2013 18:22 Uhr
von rusti:
Der Wirtschaftsfaschismus wird nervös. Die Entschlossenheit von zensorischen Maßnahmen dieses asozialen Gedöns kommt immer klarer zu Tage. Armes Deutschland, der Neofeudalismus und Turbokapitalismus setzt zur letzten Schlacht an.LOL Die spinnen, diese korrupten Brandstifter.
22.01.2013 12:55 Uhr
von SusannahDean:
@VfB-Fan: Die WRler waren keineswegs zu feige, ueber sich selbst zu berichten. Allerdings hat der Verlag bereits fertige Seiten mit Berichterstattung ueber die Redaktionsschliessungen vor dem Druck entfernt. Da steht jemand in Essen und kontrolliert alle Rundschauseiten, bevor sie raus zum Leser duerfen. Was soll es den Redakteuren da bringen etwas zu schreiben? Das koennen sie auch gleich im Netz veroeffentlichen, da der WAZ Konzern es nicht drucken wird. Und wann hat die WR bitte ueber Hartz4 gejubelt?
22.01.2013 10:04 Uhr
von VfB-Fan:
Warum solidarisch mit der Belegschaft zeigen? Das sind doch offensichtlich Feiglinge, die sich nicht mal trauen, objektiv über sich selber zu schreiben. Außerdem haben die in den letzten Jahren gar nicht genug über Hartz IV und Agenda 2010 jubeln können. Es macht mir, um mit Mescalero zu sprechen, eine gewisse "klammheimliche Freude", dass diese Damen und Herren jetzt selbst in den Genuss dieser Errungenschaften kommen dürfen.
20.01.2013 19:12 Uhr
von akifisch:
Ein sehr aufschlussreicher und interessanter Artikel. Danke!
20.01.2013 18:57 Uhr
von Peter Schmidt:
Tja die Zensoren vom Hause haben aber leider nicht bemerkt, dass eine dapd-Meldung gleich mehrfach auf das WAZ-Onlineportal gerutscht ist:
http://www.derwesten.de/suche/?q=kahlschlag
Also los, WAZ-Reiniger, an die Arbeit!! Wofür werdet ihr schließlich bezahlt?
Zum eigentlichen Thema: Jetzt zeigt sich, wie wichtig der öffentlich-rechtliche Rundfunk tatsächlich für die regionale Meinungsvielfalt ist. Denn Ruhr Nachrichten und WR durften ja nicht berichten, vermutlich Radio 91,2 ebenfalls nicht, die Station gehört ja quasi den Ruhr Nachrichten.
Das einzige Medium, das richtig ausführlich berichtete, war der WDR mit seinem Studio in Dortmund. Verständlich, dass die Zeitungsverleger was gegen die Öffentlich-Rechtlichen haben: Die zerstören nämlich deren Vorstellungen eines Meinungsmonopols.
20.01.2013 18:35 Uhr
von Christof Büttner:
Hier kann man sich solidarisch zeigen: www.rundschau-retten.de
20.01.2013 18:27 Uhr
von schreiberling:
liebe taz, schade - der text ist an einigen stellen verschenkt. die freien journalisten verlieren nicht schlicht einen auftraggeber - sie verlieren ihre existenz. die meisten waren abhängig vom waz-konzern, der sich ihrer gern bedient. is ja billiger. wer im sauerland sitzt, hat keine alternativen. vor allem nicht von heute auf morgen. die schließung der wr mit einem vorlauf von zwei wochen anzukündigen, grenz an zynismus. für die freien ist es der driekte weg in hartz iv.
20.01.2013 18:16 Uhr
von Christof Büttner:
Hier kann man sich mit den Freien und den Beschäftigten solidarisch erklären: www.rundschau-retten.de
20.01.2013 16:47 Uhr
von Marc:
Die Ruhrnachrichten, die objektivere der beiden Dortmunder Lokalblätter, berichtet über die Demo.
Leserkommentare
15.02.2013 09:47 Uhr
von Nico:
@FaktenStattFiktion
Na na na, da wird aber jemand seinem eigenen Namen nicht gerecht. Bei der Lektüre der SZ und der taz fällt auf, dass - obacht! - viel gute eigene Reportagen und Berichte zu finden sind.
Bei den Tagesnachrichten werden in der Tat dpa-Meldungen abgedruckt.
Warum auch nicht? Soll eine Zeitung ein Netzwerk aus Journalisten in jedem Land der Welt unterhalten?
Über den Preis von 20€ für eine Zeitung dürfen Sie sich dann aber nicht beschweren.
02.02.2013 22:05 Uhr
von FaktenStattFiktion:
Es gibt eben dutzende dieser schlampig gemachten Blätter, welche jeden Morgen nur das abschreiben was die DPA vorgegeben hat.
Links davon sind dann noch SZ, FR (...noch.... ) und die taz.
Alles eine linke Soße.
Ich werde den Zeitungen helfen, und nun doch wieder ein Blatt abonnieren. Die JungeFreiheit.
02.02.2013 18:03 Uhr
von thogo:
Naja, wer bezieht seine Nachrichten aus den Totholzmedien? Ein guten Kommentar, Recherche sicherlich. Aber Nachrichten? Da ist Internet nun mal einfach besser.
Da an Recherche eh immer mehr gespart wird verlieren die Zeitungen an Relevanz. Das war auch an der WR zu beobachten. Daher ist es egal ob diese Blätter verschwinden.
27.01.2013 11:58 Uhr
von Zagreus:
Tja, zeitungen sind eben nicht unabhängig und betreiben eben sehr wohl eine Zensur.
Sie sind (fast) unabhängig von Staatlicher Zensur - aber intern sidn nunmal die diversen Redakteure und Journalisten von den Vorgaben (und auch politichen Vorstellungen) ihrer Arbeitgeber - denen, den die zeitung gehört - abhängig (was selbstverständlich bis zu einem bestimmten Grade in jedem betrieb anzutreffen ist). D. h. aber, dass damit auch die Nachrichten, oder sagen wir einmal besser: ihre Produkte stark eben dementsprechend vorgegeben gefärbt sind.
Und heutzutage im Internet-Zeitalter sind auch so gut wie sämtliche Meinungsportale der 'Presse' sehr stark zensiert - und zwar nicht nur nach strafrechtlich relevanten Inhalten, sondern schlicht und ergreifend danach, was die jeweilige Zeitung gerne als Kommentar lesen mag. Inwieweit eine Zeitung in welchen Maße abweichende - z. b. Politiche meinungen - zulässt, hängt stark davon ab, inwieweit die jeweiligen Entscheidungsträger ihre Zeitung als ein Art 'Volkserziehungsorgan', anstatt als nachrichtenportal wahrnehmen.
Wasfrüher halt der Leserbrief war, der als Veröffentlichter aus tausenden herausgepickt wurde oder zur Not auch Mal in der zeitung passgenau selbst verfasst wurde, das sind heute in vielen Zeitungskommentarbereichen die Kommentare. Letztlich ist dabei die Willkür der Zensur um einige Faktoren stärker als sie es jemals bei staatlichen Zensurstellen war - und wird dementsprechend resolut je nach einzelner Zeitung auch angewendet. Die TAZ ist IMO ein relaiv freies Medium, die Wel... hingegen oder die SZ betreiben eine wesentlich stärkere Zensur etc.
26.01.2013 07:28 Uhr
von karl fuoad:
@SusannahDean
die WR hat jede agenda sauerei der spd und auch der cdu bejubelt und gefeiert. die kommentare waren unerträglich, ja gerafezu ekelhaft neoliberal. zur meinungsfreiheit wie jetzt rumkrakelt wird hat dieses schmierblatt nichts aber auch garnichts beigetragen! insofern ist es wirklich egal ob dieses blatt untergeht. was die redakteure daraus lernen können? einschleimen bei neoliberalen bringt nichts: du landest trotzdem in der gosse.
23.01.2013 18:22 Uhr
von rusti:
Der Wirtschaftsfaschismus wird nervös. Die Entschlossenheit von zensorischen Maßnahmen dieses asozialen Gedöns kommt immer klarer zu Tage.
Armes Deutschland, der Neofeudalismus und Turbokapitalismus setzt zur letzten Schlacht an.LOL
Die spinnen, diese korrupten Brandstifter.
22.01.2013 12:55 Uhr
von SusannahDean:
@VfB-Fan: Die WRler waren keineswegs zu feige, ueber sich selbst zu berichten. Allerdings hat der Verlag bereits fertige Seiten mit Berichterstattung ueber die Redaktionsschliessungen vor dem Druck entfernt. Da steht jemand in Essen und kontrolliert alle Rundschauseiten, bevor sie raus zum Leser duerfen. Was soll es den Redakteuren da bringen etwas zu schreiben? Das koennen sie auch gleich im Netz veroeffentlichen, da der WAZ Konzern es nicht drucken wird.
Und wann hat die WR bitte ueber Hartz4 gejubelt?
22.01.2013 10:04 Uhr
von VfB-Fan:
Warum solidarisch mit der Belegschaft zeigen? Das sind doch offensichtlich Feiglinge, die sich nicht mal trauen, objektiv über sich selber zu schreiben. Außerdem haben die in den letzten Jahren gar nicht genug über Hartz IV und Agenda 2010 jubeln können. Es macht mir, um mit Mescalero zu sprechen, eine gewisse "klammheimliche Freude", dass diese Damen und Herren jetzt selbst in den Genuss dieser Errungenschaften kommen dürfen.
20.01.2013 19:12 Uhr
von akifisch:
Ein sehr aufschlussreicher und interessanter Artikel. Danke!
20.01.2013 18:57 Uhr
von Peter Schmidt:
Tja die Zensoren vom Hause haben aber leider nicht bemerkt, dass eine dapd-Meldung gleich mehrfach auf das WAZ-Onlineportal gerutscht ist:
http://www.derwesten.de/suche/?q=kahlschlag
Also los, WAZ-Reiniger, an die Arbeit!! Wofür werdet ihr schließlich bezahlt?
Zum eigentlichen Thema: Jetzt zeigt sich, wie wichtig der öffentlich-rechtliche Rundfunk tatsächlich für die regionale Meinungsvielfalt ist. Denn Ruhr Nachrichten und WR durften ja nicht berichten, vermutlich Radio 91,2 ebenfalls nicht, die Station gehört ja quasi den Ruhr Nachrichten.
Das einzige Medium, das richtig ausführlich berichtete, war der WDR mit seinem Studio in Dortmund. Verständlich, dass die Zeitungsverleger was gegen die Öffentlich-Rechtlichen haben: Die zerstören nämlich deren Vorstellungen eines Meinungsmonopols.
20.01.2013 18:35 Uhr
von Christof Büttner:
Hier kann man sich solidarisch zeigen:
www.rundschau-retten.de
20.01.2013 18:27 Uhr
von schreiberling:
liebe taz, schade - der text ist an einigen stellen verschenkt. die freien journalisten verlieren nicht schlicht einen auftraggeber - sie verlieren ihre existenz. die meisten waren abhängig vom waz-konzern, der sich ihrer gern bedient. is ja billiger. wer im sauerland sitzt, hat keine alternativen. vor allem nicht von heute auf morgen. die schließung der wr mit einem vorlauf von zwei wochen anzukündigen, grenz an zynismus. für die freien ist es der driekte weg in hartz iv.
20.01.2013 18:16 Uhr
von Christof Büttner:
Hier kann man sich mit den Freien und den Beschäftigten solidarisch erklären: www.rundschau-retten.de
20.01.2013 16:47 Uhr
von Marc:
Die Ruhrnachrichten, die objektivere der beiden Dortmunder Lokalblätter, berichtet über die Demo.