was tun in hamburg?:
Mi, 12. 12., 18.30 Uhr, Kampnagel
Verdrängter Kolonialismus
Auch am Ende des europäischen Kulturerbe-Jahrs 2018, in dem es unterm Stichwort „Sharing Heritage“ doch um all das kulturell Geteilte geht, bleibt das gemeinsame Erbe des europäischen Kolonialismus unterbelichtet. Im Vorfeld des „Rwandan Arts Klub“ und der Tanzproduktion „Planet Kigali“ wird deshalb am Mittwochabend auf Kampnagel diskutiert.
Eingeladen ist die ruandische Politikwissenschaftlerin und Direktorin des „Iriba Centre for Multimedia Heritage“, Assumpta Mugiraneza, die über die Geschichte und Gegenwart der Kolonialherrschaft in Ruanda spricht. Über den Umgang mit dem Kolonialismus in Deutschland diskutieren im Anschluss die Berliner Kulturaktivistin Nadja Ofuatey-Alazard und die Hamburger Sozialökonomin und Aktivistin bei „Hamburg Postkolonial“, Millicents Adjei. Moderiert wird die Diskussion von der Leiterin des Dresdner Zentrums für Integrationstudien, Noa K. Ha.
Do, 13. 12., 21 Uhr, Astra-Stube
Improvisierte Geschenke
Absprachen, ein Repertoire oder festgelegte Strategien braucht hier niemand. Dafür gibt es aber auch nicht einen Song zweimal zu hören. Ausschließlich spontan Komponiertes verschenkt die Hamburger Improvisations-Hybridrock-Kombo Passierzettel seit Jahren alljährlich auf ihrer „unglaublichsten psychedelektronischen Weihnachtsparty des Universums“. Zusammengebastelt aus so Disparatem wie 60er-Psychedelika, 70er-Krautrock, New Wave, 80er-Avantgarde, asiatischer, arabischer und afrikanischer Musik, zeitgenössischer Elektronik und ordentlich Punk und Jazz. Heraus kommen dabei trotzdem immer irgendwann klare Strukturen: kraftvolle Grooves, filigrane Klanglandschaften, „psychedelektronische“ Songs für den Moment. (matt)
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