: was macht die bewegung?
„Debt for Climate“-Fahrraddemo
Die Vertreter:innen der sieben mächtigsten Industrienationen treffen sich nächste Woche im bayrischen Elmau, um in einem Format ohne jegliche Demokratische Legitimation unter anderem über die Lösung der Klimakrise zu diskutieren. Dabei kommen die besten Ideen von außerhalb der G7: Die Kampagne „Debt for Climate“ fordert großzügigen Schuldenerlass für die Länder des globalen Südens, damit diese finanziellen Spielraum haben, die ökologische Transformation ihrer Wirtschaft angehen zu können. Mit einer Fahrraddemo wollen Klima-Aktivist:innen der Kampagne mehr Nachdruck verleihen. Freitag, 24. Juni, 13 Uhr, Invalidenpark
Demo gegen Fundamentalist:innen im Wedding
Religiös-fundamentalistische Bewegungen wie die „Christen im Widerstand“ sprechen queeren Menschen das Recht ab zu existieren. Auch in den Moscheen des von der türkischen Regierung kontrollierten muslimischen Vereins DiTiB wird häufiger gegen Homosexualität gewettert. “Keine netten Nachbarn. Gegen jeden Fundamentalismus, gegen jeden Antifeminismus“, heißt die für Freitag angekündigte Demo, die den fundamentalistischen Umtrieben im Wedding etwas entgegenstellen soll. Freitag, 24. Juni, 18:30 Uhr, Leopoldplatz.
Anti-Schwurbel-Demo: Russland-Edition
Seit einiger Zeit versuchen Corona-Leugner:innen antimilitaristische Proteste zu vereinahmen. So wollen die „Freien Linken“ am Samstag in Pankow eine Kundgebung gegen die US-Airbase in Ramstein veranstalten. Um das rechtsoffene Treiben nicht unwidersprochen zu lassen, rufen die Antifa-Gruppen zu einer eigenen Demo „Gegen Krieg, Faschismus und Querfront“ auf. Samstag, 25. Juni, 12:30 Uhr, Antonplatz.
Lauratibor Protestoper
Wer die opulente Protest-Oper vergangene Woche verpasst hat, hat am Sonntag nochmal die Gelegenheit, den widerständigen Klängen von Laura und Tibor zu lauschen. Diesmal findet die Oper vor der akut räumungsbedrohten Habersaathstraße 40-48 statt, die im Dezember von Obdachlosen besetzt worden ist. Sonntag, 26. Juni, Habersaathstraße 40-48, 17 Uhr.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen