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was für eine woche„Lasst uns gerade jetzt Sachsen-Anhalt nicht aus den Augen verlieren“

Katrin Gottschalk

Er rechne damit, bis Ende des Jahres die Regierung in Sachsen-Anhalt gebildet zu haben. Das verkündete Ulrich Siegmund vor ein paar Tagen. Am 18. November schon könnte er zum Ministerpräsidenten gekürt werden. Während wir noch die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern verarbeiten, verhandelt die AfD in Magdeburg weiter mit dem BSW – und scheint guter Dinge zu sein. Lasst uns also gerade jetzt Sachsen-Anhalt nicht aus den Augen verlieren.

Katrin Gott­schalk ist gemeinsam mit Barbara Junge und Ulrike Winkelmann Chef­redakteurin der taz.

Laut der Mitteldeutschen Zeitung sagen erste Bewer­ber*in­nen auf Lehrstellen in Sachsen-Anhalt wieder ab. Der Präsident des Hotelverbands Dehoga sprach im MDR von ersten Stornierungen aufgrund des Wahlergebnisses. Einige gesellschaftlich Engagierte planen wegzuziehen.

Genau jetzt ist es zentral, dass Menschen „gehalten und geschützt“ werden. So steht es in dem Strategiepapier „The Day After“ verschiedener demokratischer Akteur*innen. Auch sie bereiten sich auf eine Regierung der AfD in Sachsen-Anhalt vor. Neben überregionaler Vernetzung, juristischer Expertise und dem Schutz sensibler Daten brauchen sie: Aufmerksamkeit. Der autoritäre Umbau manifestiert sich sonst schleichend.