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was für eine woche„Deutsche Regierungspolitiker lieben diesen Trick“

Pauline Jäckels

Die Causa Ben-Gvir ließ Spindoktoren diese Woche ganz tief in ihre PR-Trickkiste greifen. Zur Erinnerung: Der israelische Sicherheitsminister hatte gefordert, dass jede Nacht 30 bis 40 Pa­läs­ti­nen­ser*in­nen getötet werden sollten.

Pauline Jäckels ist Redakteurin im Meinungsressort der taz.

PR-Trick eins – deutsche Regierungspolitiker lieben ihn –: Nenne Itamar Ben-Gvirs Wunsch nach Gewalt „menschenverachtend“ und fordere Konsequenzen, aber nur für diesen einen Minister. So lenkst du davon ab, dass deine Politik die anhaltende Gewalt der israelischen Regierung durch Waffenexporte und eine Blockade von EU-Handelssanktionen unterstützt. Gleichzeitig erweckst du den Anschein, als würdest du etwas tun.

PR-Trick zwei: Behaupte, die Aussagen Ben-Gvirs repräsentierten nicht die Politik der Netanjahu-Regierung und schadeten Israel. So erweckst du den Eindruck, der Minister habe mit der Regierung, deren Teil er ist, nichts zu tun – und ihre Kriegsführung sei, anders als die Rhetorik Ben-Gvirs, legitim. Gleichzeitig signalisierst du dem Ben-Gvir-Lager, dass es die Gewaltausführung zwar unterstützen, aber bitte nicht so deutlich darüber reden sollte. Denn das ist schließlich schlechte PR.

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