was fehlt ...: ... halale Pornos
Eine Suchmaschine bietet für Muslime, die das Drecksinternet nicht mögen, halale Suchergebnisse. Doch richtig konsequent ist sie nicht
Als Muslim kann man es schon schwer haben im Internet. Alles ist voll mit Bildern von nackten Menschen, Bildern von Mohammed oder Bildern von einem nackten Mohammed. Wer das alles nicht will, kann jetzt auf „Halalgoogling“ zurückgreifen, eine religiös korrekte Suchmaschine.
Wer dort nach porn oder playboy fahndet, bekommt nur die Rückmeldung „keine Ergebnisse oder haram (verbotene) Suche“. Ersteres ist bei diesem Thema natürlich ausgeschlossen, also wird's wohl Zweiteres sein. Und wenn man nach „mohammed pictures“ sucht, wird „Manche Ergebnisse wurden entfernt“ angezeigt.
Tatsächlich ist die Suchmaschine etwas liberaler als man sich das so denkt. Mohammed Caricatures liefert Suchergebnisse (vor allem kritische) und auch gay and lesbian rights ist, anders als zuerst kolportiert, nicht gesperrt. Zu Alkoholgenuss und Schweinefleisch darf man sich ebenfalls bilden und wer es nicht so streng mit dem islamischen Zinsverbot hält, bekommt auch „Best Banks with High Interest Rates“ geliefert. (lrs/taz)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen
meistkommentiert