was fehlt ...: ... der natürliche Feind
Der Feind fehlt. Ja, in Israel! Deshalb müssen nun Marienkäfer her. Rund 150.000 von ihnen sind Mitte dieser Woche im Banjas Naturreservat angesiedelt worden, um ein Nationalsymbol zu retten: den Feigenkaktus. Denn der ist von einer Schildlausart bedroht, die im östlichen Mittelmeerraum keine natürlichen Feinde hat.
Wie die israelische Tageszeitung Haaretz am Donnerstag berichtete, untersuchte ein Agrarforschungsinstitut, wie die Schildläuse ohne Nebenwirkungen bekämpft werden können. Die Wissenschaftler stießen auf eine Marienkäfer-Art, die die Schildläuse als Leibgericht bevorzugt.
Wenn der erste Test mit den Käfern erfolgreich verläuft, sollen die natürlichen Schädlingsbekämpfer in großen Scharen auch anderenorts zum Einsatz kommen, meldete die Zeitung.
Die Feigenkakteen waren vor hunderten Jahren aus Mexiko nach Palästina geholt worden, um aus ihnen mit Hilfe einer anderen Schildlausart den roten Farbstoff Karmin zu gewinnen. Die Sabre genannten Kaktusfeigen wurden bald zu einem Nationalsymbol: So bezeichnen sich bis heute die in Palästina geborenen Juden als Sabre, um ihre Verwurzelung zu betonen. (taz/afp)
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