• 15.5.2015

was fehlt ...

... Picassos Nippel

Pablo Picassos Ölbild „Les Femmes d'Alger“ ist am Montag für 179,4 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) versteigert worden. Mal wieder gibt es ein neues teuerstes Gemälde der Welt. Mal wieder war es ein anonymer Anrufer, der sich das Angebot des Auktionshauses Christie's nicht entgehen ließ. Die New Yorker Professorin für Kunstgeschichte und kuratorische Studien, Sarah Lichtman, kommentierte, impressionistische und moderne Kunst steche auf dem Markt hervor, weil sie „schön, zugänglich und ihr Wert erwiesen“ sei. Diesen Wert schien man beim US-Sender Fox5 nicht anzuerkennen. Als die 10 O'Clock News über die Rekord-Auktion berichteten, wurden die im Gemälde dargestellten Nippel kurzerhand überblendet. „Wie sexuell krank sind Konservative und Fox News?“, echauffierte sich Jerry Saltz, ehemaliger Kunstkritiker der New York Times. Und selbst die Kollegen von der morgendlichen Sendung „Good Day, New York“ machten sich über den Fauxpas lustig. Sie zeigten das Bild in voller Pracht, bei Fox News würden schließlich auch „Kunst-Connaisseurs“ arbeiten. Vermutlich sprachen sie von der Kunst der Tatsachenverdrehung. (ap/taz)
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  • 15.5.2015

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... Picassos Nippel

Pablo Picassos Ölbild „Les Femmes d'Alger“ ist am Montag für 179,4 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) versteigert worden. Mal wieder gibt es ein neues teuerstes Gemälde der Welt. Mal wieder war es ein anonymer Anrufer, der sich das Angebot des Auktionshauses Christie's nicht entgehen ließ. Die New Yorker Professorin für Kunstgeschichte und kuratorische Studien, Sarah Lichtman, kommentierte, impressionistische und moderne Kunst steche auf dem Markt hervor, weil sie „schön, zugänglich und ihr Wert erwiesen“ sei. Diesen Wert schien man beim US-Sender Fox5 nicht anzuerkennen. Als die 10 O'Clock News über die Rekord-Auktion berichteten, wurden die im Gemälde dargestellten Nippel kurzerhand überblendet. „Wie sexuell krank sind Konservative und Fox News?“, echauffierte sich Jerry Saltz, ehemaliger Kunstkritiker der New York Times. Und selbst die Kollegen von der morgendlichen Sendung „Good Day, New York“ machten sich über den Fauxpas lustig. Sie zeigten das Bild in voller Pracht, bei Fox News würden schließlich auch „Kunst-Connaisseurs“ arbeiten. Vermutlich sprachen sie von der Kunst der Tatsachenverdrehung. (ap/taz)