unterm strich:
Streit über documenta-Institut
Wegen eines Streits über den Standort hat der Bau des documenta-Instituts in Kassel einen Rückschlag erlitten. Das Kasseler Stadtparlament habe am Montagabend seinen eigenen Beschluss aufgehoben, wonach es auf einem Parkplatz nahe dem Rathaus entstehen soll, sagte ein Stadtsprecher der dpa. Nun muss neu über einen Standort entschieden werden. Das Institut soll die documenta als weltweit wichtigste Ausstellung für moderne Kunst erforschen und ihre Geschichte aufarbeiten. Das gemeinsame Projekt des Bundeslands Hessen, der Stadt Kassel, der documenta GmbH und der Universität Kassel wird ohne eigenes Gebäude starten. Im August wurde der Soziologe Heinz Bude als Gründungsdirektor des Instituts vorgestellt.
Baumgarte-Preis für Armitage
Der britisch-kenianische Maler Michael Armitage hat den Kunstpreis Ruth Baumgarte erhalten. Der 1984 in Nairobi geborene Künstler verbinde in seinen Gemälden Elemente der westlich-europäischen Kunstgeschichte mit der künstlerischen Tradition Afrikas und entwickele dabei einen eigenen Stil, begründete die Jury. Armitage studierte in London. Das Münchner Haus der Kunst in München stellt ihn von diesem Freitag an in einer Ausstellung vor.
Friedrichstadt-Palast unter Denkmalschutz
Als Beispiel der sozialistischen Postmoderne wurde der Berliner Friedrichstadt-Palast wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung am Montag unter Denkmalschutz gestellt. Das 1984 eröffnete rechteckige Gebäude stelle gleichzeitig Höhe- und Endpunkt der Epoche der DDR-„Paläste“ dar, hieß es. Anklänge von Jugendstil und Art déco träfen auf die „Platte“ als technisches und gestalterisches Merkmal. Seit Beginn der Coronakrise ist der Friedrichstadt-Palast geschlossen. Ab Januar 2021 soll er wieder für Veranstaltungen geöffnet sein.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen