unterm strich:
Eine andere Version des schönen Islam? Zumindest ein moderner: Ein 3-D-Videospiel syrischer Provenienz hat einen neuen palästinensischen Helden geschaffen: Ahmad, groß geworden im ersten Palästinenseraufstand. Das erste arabische Videospiel „Under Ash“ soll dem israelischen und US-amerikanischen Angebot ähnlicher Unterhaltungssoftware Paroli bieten, wo stets „gute“ Israelis gegen „böse“ Araber ballern.
„Wir wollten ein arabisches Kriegsspiel auf den Markt bringen, denn wir möchten nicht, dass unsere Kinder mit amerikanischen Spielen umgehen, in denen Araber umgebracht werden, in denen sie also faktisch auf sich selbst schießen“, erläutert Hassan Salem, der Chef des Verlagshauses Dar al-Fikr, das das Video herausbringt.
In Israel wird das virtuelle Kriegsspiel scharf kritisiert. Solange aber Israel selbst Spiele wie „Israeli Air Force“ auf den Markt bringt, besteht nach Salems Ansicht kein Grund für eine derartige Kritik. Ein Sieg gegen Israel ist in „Under Ash“ nicht vorgesehen. „Das Spiel ist historisch konzipiert“, erklärt Filmemacher Qassmiyyah, „in unserer Gegenwart gibt es ebenso wenig eine Lösung des Konflikts wie im Spiel.“ Folglich bietet „Under Ash“ palästinensischen Spielern wenig Trost. Wie im richtigen Leben bleibt auch hier die arabische Hilfe überwiegend virtuell.
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