Merz regiert – und es kommt, wie es kommen musste. Die Frage ist nicht mehr, was diese Regierung noch alles anrichtet, sondern was daraus folgt: Wer hält die Demokratie zusammen, wenn der Zeitgeist gerade kräftig woanders hinweht? Das taz lab 2026 holt die wichtigsten Stimmen zusammen:
-
Klimaaktivistin Luisa Neubauer eröffnet den Reigen mit „Welche Regierung bilden Sie?“ – einem Gedankenexperiment, das die Zwänge des politischen Apparats für einen Moment beiseitelegt und fragt: Was wäre eigentlich möglich, wenn man wirklich wollte? Eine klimapolitische Mehrheit beispielsweise?
-
Gleich doppelt präsent ist die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang: Mit CDU-Politikerin und Bundesministerin Karin Prien streitet sie in „Wie woke darf Politik sein?“ über eine Frage, auf die beide eine sehr unterschiedliche Antwort haben dürften – und mit Journalist Robin Alexander diskutiert sie in „Schluss mit Progressiv-Gequatsche?“, ob die gesellschaftliche Linke ihre eigene Sprache verloren hat.
-
Soziologieprofessor Steffen Mau, einer der meistzitierten deutschen Gesellschaftsanalytiker, trifft auf Politikwissenschaftler Nils C. Kumkar: „Polarisierung – na und?“ stellt die provokante These auf, dass die gespaltene Gesellschaft vielleicht gar nicht das eigentliche Problem ist.
-
Katharina Dröge, Co-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, und Jan van Aken, Co-Parteivorsitzender der Linken, stellen sich in „Rot-Grün-Rot – und alles würde gut?" der romantischsten Koalitionsfrage des Jahres – inklusive der unbequemen Nachfrage, warum ein progressives Bündnis im Bund weitgehend illusorisch scheint.
-
Politikwissenschaftlerin Juliane Lang analysiert in „Neue Breitbeinigkeit in der Politik", wie sich Machtsprache und Auftreten im deutschen Diskurs verschoben haben – und was das über den Zustand unserer Demokratie verrät.
-
taz-Redakteur Daniel Bax fragt provokant: „Die Linkspartei ist super, oder nicht?" – eine Einladung zum Widerspruch, die angesichts des überraschend starken Bundestagseinzugs der Partei 2025 plötzlich keine rhetorische mehr ist.
-
Elif Eralp, Berliner Linken-Politikerin, muss sich in „Sind Sie die Mamdani Berlins?" an dem Linkspopulisten messen lassen, der gerade New York City aufmischt. Kann das funktionieren – und wenn ja: Will sie das überhaupt?
-
Den Abschluss macht der Bundestalk, der taz-Politikpodcast, live auf der Bühne – für alle, die den Tag einordnen wollen, bevor die Gala beginnt.