■ taz-intern: Lichterkette
Weil sie auch all den Menschen ein Protest- und Demonstrationsforum bieten wollen, die nicht auf Rockkonzerte und Kundgebungen gehen, haben sich alle wichtigen Medien in Frankfurt und die Stadt selbst „kurzgeschlossen“ und rufen zu einer großen Aktion „Brücken zueinander — gegen Ausländerfeindlichkeit“ auf. Am Dienstag, dem 22. Dezember 1992 ab 19 Uhr soll der Anlagenring leuchten. Die „tageszeitungs“-Verlagsgesellschaft Frankfurt/Main und die Hessen-Redaktion der taz gehören mit zum Unterstützerkreis der Aktion. Wir rufen alle unsere LeserInnen und FreundInnen zur Teilnahme auf. Auch in Berlin wird eine Lichterkette gegen Rassismus, Gewalt und Antisemitismus stattfinden. Am ersten Weihnachtsfeiertag ab 18 Uhr wird Berlin auf der Ost-West-Achse, vom Lustgarten bis zum Theodor- Heuss-Platz leuchten. Die taz gehört neben anderen Medien zu den Unterstützern.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen