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taz-Abo-Aktion

■ Spießiges aus Silikon

Die Zuschriften zur Abo-Aktion werden immer kurioser. Ein Wilhelm Frohn schreibt uns: „Eure Drohungen und nervigen Marketinggags kotzen mich an, und ich überlege, ob ich die weitestgehend neoliberal gewendete taz nicht endlich abbestelle.“ Ein Mann, ein Wort. Vorher gibt's jedoch ein kleines Problem: „Momentan habe ich aber noch Schulden bei der taz, da ich meine Aborechnung verlegt habe. Somit brauche ich umgehend abermals die Bankverbindung zur Zahlung der Abogebühren und den Rechnungsbetrag.“ Köstlich! So viel Humor trauen sich Aboleser untereinander offenbar gar nicht zu. Christian Schmitt schreibt: „Eine gewagte Kampagne, die ihr da angezettelt habt, besonders angesichts des unvorstellbaren Ausmaßes an konzentrierter Humorlosigkeit in einer Vielzahl der mir bekannten taz-Abo-WGs. Ich wünsche euch viel Glück, denn ich mag die taz sehr.“

Aber die taz-LeserInnen haben Humor. Etwa ein Mensch namens „Ortstransport“ (oder so ähnlich): „Die taz will es uns also besorgen. Da sollte man doch noch mit dem Abo warten. Die taz will ich sehen. Erotik, wie sie sich jeder Spießer vorstellt, der Aboanzeige nach zu urteilen... Silikontitten, was soll man auch sonst erwarten? Lernt da mal was von Bild, wie so was gemacht wird, und stellt ne Zahnarzthelferin ein, das kann doch nicht so schwer sein.“ Oh doch, Herr oder Frau Ortstransport, das erfordert eine ganz andere Denkungsart. Gelungener Boulevard ist eine Kunst für sich. Da heißt es dichten, dichten, dichten. Was würden Sie sagen, wenn die tazler für einen Tag zu Wagnerianern würden? Da wird wohl Ihr Lachen aufhören... rkr

Pro und Contra zur Abo-Aktion unter Stichwort „4.000 Abos“ an die tageszeitung, Kochstr. 18, 10969 Berlin, Fax (030) 251 30 87 ; e-Mail: drohung taz.de

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