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taz🐾lageWer argumentiert zuletzt?

Am kommenden Dienstag sind in Israel Parlamentswahlen, der Oppositionsführer heißt Gadi Eisenkot. Er heißt auch, aber nicht in taz-Texten, Gadi Eizenkot. Und ja: Ob s oder z richtig ist, darüber kann man sich bestens unterhalten in der taz-Redaktion.

Diskussionen über Schreibweisen von Eigennamen sind bei uns ein beliebter kleiner Sport neben der Produktion. Wer argumentiert am längsten (oder hat den Duden auf seiner Seite)? Heißt es Himalaya oder Himalaja? Letzteres, sagt der Korrektur-Kollege. Schreiben wir Pandschab oder Punjab? Ersteres, sagt der Korrekurkollege und sein Zeuge, der Duden.

Nun also Eisenkot/Eizenkot. Einem Kollegen fielen die unterschiedlichen Schreibweisen in taz-Texten auf. Er vermutete hinter dem z eine „englische Transkription“. Die fachkundige Kollegin aus dem Auslandsressort erklärte, der Name stamme aus Marokko. Transkribiere man aus dem Hebräischen, dann mit z. Lege man das Arabische zugrunde, sei es s.

Der Kollege aus der Korrektur fragte, wie denn die Aussprache sei, er vermute, mit weichem s? Der britische Guardian im Übrigen, schreibe Eisenkot mit s, apropos vermeintliche englische Transkription.

Hm. Der Kollege, der die Eisenkot/Eizenkot-Diskussion aufgebracht hatte, wollte inzwischen eine klare Ansage von der Korrektur-Abteilung. Die verwies in Teilen an die Auslandsredaktion, andere Teile argumentierten für das weiche s (Aussprache! Der Guardian!)

Seien Sie gespannt auf die nächste Folge unserer losen Serie über die Kleinigkeiten, die den Redaktionsalltag bunter machen: Warum wir den Guardian kursiv schreiben. (akl)