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taz🐾lagepanterpreis für Radio Corax und „der lichtblick“

Es gibt wenige Termine im Jahr, auf die man sich so freuen kann, wie auf die Verleihung des taz-panterpreises. Vor allem dann, wenn man das Glück hat, die Veranstaltung moderieren zu dürfen. Denn dort lernt man stets wunderbare Menschen kennen.

Mit dem panterpreis werden seit 2005 Menschen für ihr zivilgesellschaftliches Engagement geehrt. In den vergangenen Jahren hatte die panterstiftung die Vergabe auf aktuelle Themenbereiche begrenzt. Mal ging es um Klimawandel, mal um Demokratieerhalt. Und in diesem Jahr durften sich „Medien von unten“ bewerben, die „unabhängig, kritisch und resilient“ sind. Sie werden gebraucht. Erst recht, wenn der Faschismus vor der Tür steht.

Was das heißt, wissen die Ma­che­r:in­nen von Radio Corax am besten. Das freie und äußerst bunte Radio aus Halle ist der AfD in Sachsen-Anhalt ein Dorn im Auge. Wenn die Rechtsextremen tatsächlich die Landesregierung in Sachsen-Anhalt übernehmen, wollen sie Radio Corax die Fördermittel der Landesmedienanstalt streichen. Umso erfreulicher, dass das Radio den mit 5.000 Euro dotierten Publikumspreis bekam.

Auch die 5.000 Euro des von der Jury vergebenen Preises sind gut angekommen. Die gehen an die Gefangenenzeitung der lichtblick, die seit 1968 von Inhaftierten in der JVA Tegel erstellt wird – als einzige Unzensierte ihrer Art.

Nächstes Jahr, kündigte die Stiftungsleiterin Gemma Terès Arilla an, soll der Preis wieder in Hamburg verliehen werden. Ich freue mich schon drauf. Gereon Asmuth

(Der Autor hat erstmals 2010 die Verleihung des panterpreises moderiert.)