taz🐾lage: Alarmstufe Blau vor dem taz-Haus
Aufregung am Dienstag vor dem taz-Haus. Von unserem Balkon aus überblickt man die Friedrichstraße perfekt. Viel Aufregendes bieten die Straßenszenen unten allerdings nicht, es ist der eher weniger trubelige Bereich an der Grenze zwischen Mitte und Kreuzberg. Umso größer das Erstaunen, als mittags plötzlich ein weißer Bulli mit der Aufschrift „Straßenunterhaltung“ vor dem Haus hielt.
Das klang vielversprechend und manch ein Kollege wähnte sich schon in der tollen neuen Berliner Spaßwelt unter Rot-Grün-Rot. Die Realität sah dann, wie so häufig, jedoch anders aus. Denn die drei Männer, die aus dem Bulli stiegen, unterhielten in der Folge nicht ihr Umfeld, sondern ihren Untergrund, ergo die Straße. „Wir machen hier eine Ladezone mit zwei Stellplätzen“, sagte einer von ihnen auf Nachfrage.
Die Ernüchterung wuchs, als die Männer eine blaue Farbe auf den Asphalt zur Markierung der Ladezone auftrugen. Ausgerechnet Blau vor dem taz-Haus! Ein taz-Kollege hatte derweil ganz andere Sorgen: „Wo soll ich denn jetzt meinen Lamborghini parken?“ Ein Witz natürlich, ob er auf das Öko-Bewusstsein oder das Geldkonto eines durchschnittlichen taz-Redakteurs abstellte, ist Ihnen überlassen.
Besser fühlt sich das Leben im neuen „linken“ Berlin an Tag 1 nach der Wahl also noch nicht an. Höchstens, wie paradox, ein bisschen ordentlicher: Immerhin wissen Lieferwagen jetzt, wo sie vor der taz stehen dürfen. (vink)
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