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taz🐾lageDiese Generation hat Bock

Man schreibt ja viel über junge Leute, wenn man als Redakteurin am Schreibtisch sitzt. Über Faulheit, Stress, Tiktok, natürlich. Aber man spricht erstaunlich selten mit ihnen. Beim „Next Generation Day“ der taz Genossenschaft war das anders: Da kamen junge Menschen unter 25 aus ganz Deutschland ins taz-Haus, um einen Tag lang Redaktion zu erleben. Und wir wollten von ihnen lernen.

Sie sind neue Genoss:innen, ihr Anteil finanziert über den Generationsfonds. Am Donnerstagmorgen saßen sie direkt in der großen Konferenz, stellten später Fragen an Geschäftsführung und Chefinnenredaktion. Sie liefen durchs taz-Haus, als hätten sie das schon immer gemacht. In Workshops entwickelten sie dann Ideen: Welche Veranstaltungen wären für sie spannend? Was müsste der taz-Shop anbieten, damit sie wirklich etwas kaufen? Und welche Themen fehlen ihnen in der taz? Was auffiel: Diese Generation hat Bock. Sie hören einander zu und fangen Sätze an wie: „Das finde ich super, lass uns das weiterdenken.“ Gleichzeitig fällt ihnen auf: „Ganz schön viele Grauhaarige hier.“ Berechtigte Beobachtung. Und sie wollen wirklich wissen, wie Journalismus funktioniert: „Warum schreibt man eigentlich das Datum in den Text?“ Gute Frage, ehrlich gesagt.

Am Ende wollten sie noch bei einem Spaßgetränk weiterreden, so nennt man das ja heutzutage. Der Tag hat gezeigt: Junge Menschen werden oft völlig falsch besprochen. Es gibt so viele, die gestalten wollen, die Lust haben auf Medien, Diskussionen, Zeitungmachen. Die Ideen, will ich hier nicht wiedergeben, das machen „die jungen Leute“ lieber selbst. Am Montag an dieser Stelle. Ann-Kathrin Leclère

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