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südwesterUnzeitgemäße Tristesse

Seit Jahren ringt man in Hamburg-Harburg darum, die als trostlos verschrienen Straßenzüge rund um Bahnhöfe und Shopping-Center attraktiver zu machen. Immer vorn dabei: die lokale FDP, die mit Henrik Sander gerade einen Stadtplaner ins Bezirksparlament entsandt hat. Sander schlägt vor, sich selbstbewusst an New York zu orientieren, dessen aus längst vergangenen Zeiten noch so heißendes Little Italy ja Weltruhm genießt. Warum nicht die Lüneburger Straße mit ihren Dönerläden mit offiziellem Stolz als „Little Istanbul“ reframen? Beim Stadtmarketing ist man eher skeptisch. Auch der südwester vermutet, dass sich die Idee in der Zeit vergriffen hat und als Sackgasse entpuppen wird – die da ihr Ende finden wird, wo Sander sie heute vorstellt: im Stadtmuseum.

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