: studieren beim klassenfeind
Wie US-Studenten auf Castros Insel kommen
Es begann mit sporadischen Kurzbesuchen nordamerikanischer Studentendelegationen. Inzwischen hat das US-Sicherheitsministerium zwei Lizenzen für den akademischen Austausch mit der Universität von Havanna auf Kuba vergeben. Jeweils 20 Studierende aus ganz USA konnten teilnehmen.
Die StudentInnen der Willamette-University aus Salem (Oregon) belegen drei Monate extra für sie eingerichtete Klassen. Ihr gemeinsames Pflichtprogramm besteht aus „Kubanischer Kultur“, „Geschichte und Politik“ und Spanisch. Zum Willamette-Programm gehört eine kleine Forschungsarbeit, die beliebig gewählt werden kann. Studierende der Butler University in Indianapolis (Indiana) studieren zwei Fächer ihrer eigenen Wahl, die an der Uni angeboten werden. Ergänzend gibt es Spanisch und „Kubanische Kultur“.
Das Studium an kubanischen Universitäten ist, je nach Herkunftsland, unterschiedlich teuer. Für Drittwelt-Studis vergibt Kuba Stipendien. Bezahlt werden muss dann nur die Wohnheimmiete. (circa 30 Dollar). Studierende aus der Ersten Welt zahlen pro Semester 800 Dollar, manche Fakultät verlangt auch 2.000 Dollar Studiengebühr. Die US-Studis zahlen für ihren Kuba-Trip offiziell 8.100 Dollar. Flüge und Gebühren der Heimat-Unis sind darin nur teilweise enthalten. len
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