: studie über türkische kinder in deutschland
Es verstehen mehr Deutsch als Türkisch
Türkische Kinder und Jugendliche in Deutschland füllen ihre Freizeit vielgestaltiger als häufig angenommen. Das zeigt die gestern vorgestellte Untersuchung des Bundespresseamtes „Mediennutzung und Integration türkischer Kinder 2000 in Deutschland“. Danach sitzen die Befragten keineswegs von von morgens bis abends vorm Fernseher, um sich von türkischen Programmen berieseln zu lassen. Viel lieber treffen sie sich mit Freunden, spielen, hören Musik und treiben Sport. Trotzdem ist das Fernsehen, ähnlich wie bei den deutschen Altersgenossen, aus dem Alltag der Jugendlichen nicht wegzudenken.
Türkische Kinder haben vergleichsweise häufig Zugang zu einem Fernsehgerät, 77 Prozent geben Fernsehen als tägliche Freizeitbeschäftigung an. Dabei liegt der Anteil der Kinder türkischer Herkunft, die deutschsprachiges Fernsehen dem türkischsprachigen vorziehen, bei über 60 Prozent. Letzteres wird von nur etwa 7 Prozent ausschließlich wahrgenommen.
Kinder aus türkischen Familien können sich mehrheitlich in zwei Sprachen fließend verständigen, heißt es in der Untersuchung. Dabei sagten 90 Prozent der Befragten, dass sie Deutsch verstehen, während nur 75 Prozent angaben, Türkisch zu verstehen.
Die Kinder wurden auch nach ihrer emotionalen Befindlichkeit gefragt. Die Studie zeigt, dass sich die Jugendlichen mit zunehmendem Alter offensichtlich wohler fühlen: 95 Prozent der 10- bis 13-Jährigen gefällt das Leben in Deutschland sehr gut, bei den Jüngeren sind es 82 Prozent.
SVO
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen