specht der woche: Solange Putin regiert, wird es keinen Frieden geben
Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe Berlin. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“
Hier habe ich ein Bild aus dem Tagesspiegel abgemalt, das war vor Kurzem in der Zeitung und das fand ich so gut. Da sind so Raketen und die Flagge von Russland und von der Ukraine und zwei kleine Mädchen und die Sonne.
Ich hoffe, dass dieser Krieg in der Ukraine irgendwann mal vorbei ist. Die Leute haben, so wie ich es mitbekommen habe, auch keine Lust mehr. Die sind alle müde. Die haben auch keine Lust mehr, immer verscheucht zu werden. Die Leute wollen lieber was anderes machen. Die Leute wollen lieber Kultur haben und nicht, dass Russland sie immer angreift.
Ich bin gespannt, was da jetzt bei den Verhandlungen rauskommen wird, nach dem Treffen in Alaska. Aber ich denke, Putin hat nicht so richtig Lust auf Verhandlung.
Solange dieser Putin an der Regierung ist, wird es keinen Frieden geben. Vielleicht scheitern die Verhandlungen auch. Ich finde es auch nicht okay, dass die Ukraine nicht eingeladen wurde. Dass nur Trump sich mit Putin getroffen hat.
So wie ich gehört habe, will Russland was abhaben von der Ukraine, manche Städte. Was bedeutet das denn, wenn die Ukraine Städte abgibt? Dann haben die doch auch verloren.
Es gibt, hab ich auch gehört, keine laute Opposition in Russland, die sagt: „Halt, Stopp mal! Wir wollen das auch nicht.“ Die Leute, die in Russland andere Meinungen sagen, werden im Knast eingesperrt.
Für die Leute ist es schwer, wenn sie in den Knast kommen oder gefoltert oder abgeschoben werden, irgendwohin ganz weit weg in den Knast. Ich glaube, es heißt bei denen nicht Knast, sondern Straflager. So nennt es sich, glaube ich, in Russland.
Protokoll: Jonas Kähler
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