specht der woche: Gefährliche Leute haben zu viel Macht
Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im Vorstand der Lebenshilfe Berlin. Wenn er möchte, zeichnet er uns den „Specht der Woche“
Ich habe eine Uhr gemalt. Die Uhrzeit ist Punkt nach zwölf. Das heißt, die Demokratie ist in Gefahr. Es geht um das Treffen, das in Potsdam war. Die AfD-Leute, die sich da getroffen haben. Das macht Angst. Viele Leute wissen nicht, wie geht man damit um. Verbietet man die Partei oder nicht? Aber wenn man sie jetzt verbietet, dauert das auch lange, ehe das vor Gericht landet. Wenn man sie jetzt verbietet, sind die Leute immer noch da. Die machen dann etwas im Geheimen, was niemand mitkriegt. Der Chef vom Verfassungsschutz Thomas Haldenwang hat gesagt, die Leute sollen wachsam sein und etwas dagegen tun. Er hat auch gesagt, dass die Demokratie in Gefahr ist. Jetzt gibt es Gerüchte, dass Putin die Demokratie in Deutschland kaputt machen will. Vielleicht ist da etwas dran. Ich traue ihm das zu. Aber auch in den USA, wenn Trump wieder gewinnt, dann gute Nacht. Das sind gefährliche Leute, die haben zu viel Macht. Ich hoffe nicht, dass die CDU irgendwann auf die Idee kommt, mit der AfD zusammen zu regieren. So wie in Österreich. Das wäre ein großer Fehler.
Wir müssen alle etwas dagegen tun, ehe es zu spät ist.
Protokoll: Clara Löffler
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