rohschnitt: Medienmalaise
18. Lieferung: Es wurde mal wieder fleißig gezählt, wie viele Zeitungen denn so verbreitet werden. Wie alle drei Monate. Das ist zwar seltener, als alle Arbeitslosen gezählt werden, aber der Trend ist ähnlich negativ – kurz: Es waren weniger Exemplare zu zählen als noch vor einem Jahr. Verloren haben vor allem die Tageszeitungen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging es im dritten Quartal um 870.000 auf 27,49 Millionen Exemplare runter, so die Feststellung der Auflagenermittler IVW. (Übrigens gilt das nicht für alle Tageszeitungen: Die taz kletterte um knapp 1.000 auf mehr als 57.500 verkaufte Exemplare.) Wer seltener erscheint, dem geht’s besser: Wochenblätter erlitten „nur geringfügige Verluste“ – das klingt schon ein bisschen wie im Krieg. In der Statistik tauchen 40 Publikationen weniger auf – aber die sind nicht alle „verloren“. Fortsetzung folgt.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen