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neuer aktivistaz-newsletterGemeinsam ist man weniger allein

Seit jeher gilt: Wann immer sich mutige Menschen gegen irgendeine Ungerechtigkeit zu wehren versuchen, ist die taz am Start. Unser Anspruch ist es, aus einer linken Perspektive über Proteste und Aktivismus zu berichten. Seit unserer Gründung 1978 sind wir als linke Zeitung nah dran an den sozialen Bewegungen, eine Plattform für Debatte und Analyse. Und ein Ort, an dem alle, die am Treiben linker Gruppen interessiert sind, sich über die Hintergründe ihres Handelns informieren können.

Doch in Zeiten wie diesen genügt es nicht mehr, nur Zeitung zu lesen. Knapp 44 Prozent hat die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geholt. Eine rechtsextremistische Partei wird wohl erstmals seit 1945 in Deutschland ein Bundesland regieren. Doch der Rechtsruck ist sogar noch größer als die AfD. Weltweit drängen rechte Tech-Milliardäre und Möchtegern-Despoten an die Macht. Währenddessen wird der Kampf gegen die Klimakrise stillschweigend beerdigt und bürgerliche Parteien machen lieber Mi­gran­t:in­nen und Arme zu Sündenböcken, statt die Reichen zu besteuern.

Um dem etwas entgegenzusetzen, müssen sich Menschen zusammenschließen. Dafür haben wir einen neuen, kostenlosen Newsletter entwickelt, der unsere Le­se­r:in­nen zusammen- und auf die Straße bringen soll: die Aktivistaz. Alle 14 Tage stellen wir darin die wichtigsten Protest- und Veranstaltungstermine in der ganzen Republik zusammen. Mit unserer gesamten journalistischen Bewegungsexpertise wollen wir zudem nicht nur unsere Le­se­r:in­nen über die wichtigsten Debatten auf dem Laufenden halten, sondern auch selbst mit Ak­ti­vis­t:in­nen sprechen, nachdenken, und schauen, wie es anders weitergehen könnte.

Als erstes linkes Medienhaus führen wir damit an einem zentralen Ort die vielen Termine und Kämpfe zusammen, die quer durch die Bundesrepublik, viel zu oft aneinander vorbei, geführt werden. Der Aktivistaz-Newsletter soll interessierte Menschen und soziale Bewegungen zusammenbringen. Damit erleichtern wir den Einstieg in den Aktivismus und machen unseren Le­se­r:in­nen und uns Mut.

Denn ja, es ist leicht, in diesen Zeiten die Hoffnung zu verlieren. Doch aus Erfahrung wissen wir, dass dieses Gefühl täuscht. Denn Hoffnung wiederzuerlangen, ist eine politische Entscheidung. Das gelingt, wenn wir uns mit anderen zusammenschließen und aktiv werden. Wie sagte einst schon Rio Reiser? „Alles, was uns fehlt, ist die Solidarität“. Timm Kühn

Zur Anmeldung des neuen News­letters: taz.de/aktivistaz