nachrichten:
Mehr Geld für IStGH gesucht
Großbritannien und die Niederlande haben am Montag in London ein internationales Justizministertreffen zur Unterstützung der Ukraine-Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) ausgerichtet. Chefankläger Karim Khan sprach zur Eröffnung von einem „düsteren“ Moment. Bisher hat das Den Haager Weltgericht keinen Etat für seine Ermittlungen in der Ukraine und finanziert diese durch Geberzusagen. Auf der Konferenz sagten zum Auftakt die beiden Gastgeber jeweils 1 Million Euro zu. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte allerdings, den von den IStGH-Mitgliedern finanzierten Etat des Gerichts aufzustocken, um seine Unabhängigkeit zu wahren. (taz)
Bachmut bleibt heftig umkämpft
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Region Donezk im Osten am Sonntag 69 russische Angriffe zurückgeschlagen. „Bachmut bleibt das Epizentrum der Feindseligkeit“, erklärt das Militär in seinem täglichen Lagebericht am Montag. Der russische Wagner-Söldnerführer Jewgeni Prigoschin behauptete in einem Brief an das Verteidigungsministerium in Moskau, seine Truppen kontrollierten 70 Prozent von Bachmut. Er warnte vor einer bevorstehenden ukrainischen Gegenoffensive. Ukrainische Militärblogger wiederum meldeten, Russland sammle Truppen für einen „Entscheidungsschlag“ in den kommenden zwei Wochen. (rtr, taz)
Die Engagierten stärken
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen