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#Pimmelgate beschäftigt viele
Der rot-grüne Hamburger Senat hat sich hinter den im Zusammenhang mit dem sogenannten „Pimmelgate“ in die Kritik geratenen Innensenator Andy Grote (SPD) gestellt. In der Sitzung am Dienstag sei „sehr intensiv über das Thema Hate Speech“ diskutiert worden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. Niemand müsse es hinnehmen, öffentlich beleidigt zu werden. „Hate Speech bekämpft man nicht, indem man wegschaut. Und deshalb ermutigt der Senat alle Bürgerinnen und Bürger, die sich insbesondere in den sozialen Netzwerken beleidigt sehen, Anzeige zu erstatten. Und das werden auch weiterhin die Mitglieder des Senats tun.“ Selbst die Washington Post hatte über die Hausdurchsuchung in Folge des Tweets berichtet. (dpa/taz)
Handball mit 2G-Regel
Handball-Bundesligist HSV Hamburg richtet seine Heimspiele bis auf Weiteres nach der 2G-Regel aus. Schon bei der Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag sind nur Geimpfte und Genesene sowie Kinder in der Arena zugelassen. „Aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen sind wir gezwungen, unter 2G-Bedingungen die Möglichkeit zu nutzen, mehr Zuschauer in die Halle zu bekommen, um unsere laufenden Kosten über die Saison decken zu können“, sagt Vereinspräsident Marc Evermann. Er bedauere, dass für den Moment einige Fans nicht in der Halle begrüßt werden könnten: „Aber 3G-Heimspiele sind mit all ihren Beschränkungen für uns wirtschaftlich nicht darstellbar.“ Bislang sind für die Partie nur 3.000 Zuschauer zugelassen. Es werde aber geprüft, ob die Kapazität auf 5.000 Fans erhöht werden kann. (dpa)
Missbrauchsopfer gesucht
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sucht für eine Studie Menschen, die als Kinder oder Jugendliche im Bereich der evangelischen Kirche und Diakonie sexualisierte Gewalt erlebt haben und bereit sind, darüber zu sprechen. Die Forschenden des Instituts für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie wollen herausfinden, welche besonderen Gegebenheiten in der evangelischen Kirche dazu beitrugen, dass die Täter unentdeckt blieben und keine angemessenen Konsequenzen gezogen wurden. Ermittelt werden soll auch, welche Strategien die Täter nutzten, um den Missbrauch einzuleiten und deren Aufdeckung zu verhindern. Das UKE beteiligt sich am Forschungsverbund Forum, der die Strukturen untersucht, die sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch in der evangelischen Kirche und Diakonie begünstigen. Die Evangelische Kirche in Deutschland fördert die Forschungsarbeiten über Drittmittel, hat aber keinen inhaltlichen Einfluss auf die Arbeit. (epd)
Jobcenter beschmiert
Unbekannte Täter haben den Eingangsbereich des Jobcenters Alte Königstraße in Hamburg-Altona mit einer unbekannten öligen, braunen Flüssigkeit beschmiert. Da es sich um eine behördliche Einrichtung handele und daher eine politische Motivation hinter der Tat stecken könne, ermittle nun der Staatsschutz, sagte ein Polizeisprecher. Zu möglichen Motiven und Schadenshöhe konnten zunächst keine Aussagen getroffen werden. Ebenfalls am Dienstag wurde den Angaben zufolge entdeckt, dass am Jobcenter in der Meiendorfer Straße in Rahlstedt Fensterscheiben beschädigt wurden. Auch hier ermittelt der Staatsschutz. (dpa)
Fest für Kinderrechte
Hamburg feiert am 20. September, dem Weltkindertag, ein Fest auf dem „Platz der Kinderrechte“ in Hamm. Der Kinderschutzbund präsentiert sein buntbemaltes „Kinder- und Jugendrechte-Mobil“. Das Diakonische Werk ist mit seinem „Kinderrechte-Fahrrad“ vertreten. Die Kinder der benachbarten Grundschule Hohe Landwehr setzen sich bei einem Parcours spielerisch mit ihren Rechten auseinander. (epd)
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