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momentaufnahmenWenn es auch mal etwas gnädiger geht

Der Spätsommer hat auch im Prinzenbad Einzug gehalten. Es ist sonnig, aber kühl, und das Freibad mitten in Berlin-Kreuzberg ist nur spärlich besucht. Sogar die Pommesbude gönnt sich einen Ruhetag, wer Hunger hat, wird aber in der legendären Cafeteria nebenan mit belegten Schrippen, Kuchen und Süßkram versorgt.

Die wenigen Gäste, die an diesem Nachmittag hier sind, liegen sowieso wie Eidechsen auf den Steinterrassen, die sich tribünenartig neben dem 50-Meter-Becken erheben. Denn die wärmt die Sonne den ganzen Tag. Da nimmt man gern in Kauf, dass hier im Innenbereich am Wasser – anders als auf der großen Liegewiese – strikte Vorschriften gelten: keine Straßenschuhe, nicht essen, nicht rauchen.

Dafür ist es eben warm, von oben wie von unten. So lässt sich der Herbstblues noch ein wenig fernhalten. Ein Gast raucht genüsslich seine Selbstgedrehte. Oh je! Der Bademeister, bekannt für seine ruppige Berliner Schnauze, nähert sich schon. Aber bei dem sonst gestrengen Regelhüter macht sich offenbar Entspannung zum Saisonende breit.

Berlin-Kreuzberg

150.700 Ein­wohner*innen.

Gerade haben die Berliner Bäderbetriebe mitgeteilt, dass es zum Ende der Saison in drei Sommerbädern wieder ein Hundeschwimmen gibt. Das Prinzenbad, traditionell am längsten offen, bleibt für Hunde tabu. Menschen dürfen dort noch bis Ende September ins Becken.

„Bitte heimlich rauchen!“, ermahnt er den Herrn. Hanno Fleckenstein