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meinungsstark

Recht auf Respekt

„Was tun? Die Debatte über Danger Dan und Antifa-Praxis“, wochentaz vom 25.–31. 7. 26

Habe mir aufgrund dieses Artikels den Song von Danger Dan auf Youtube angehört – toller mutiger Song, der dort gut ankommt und anscheinend wirklich Leuten Mut macht. Kritisch sehe ich, dass es außer konkreten praktischen Aktionen, zu denen aufgerufen wird, auch noch andere Möglichkeiten des Aufstehens gegen rechts gibt – positiv gewendet, die eigene (andere) Haltung konsequent klar und deutlich zu machen, wo es nötig ist, klar und öffentlich zu Toleranz, Menschlichkeit und dem Recht auf Respekt und Menschenwürde zu stehen, Parteien zu wählen, die diese Werte wenigstens vertreten. Die AfD ist in ihrem Programm und ihren Kontakten gesichert rechtsextrem, also in einer demokratischen Gesellschaft nicht wählbar.

Mein zweiter Punkt ist ein psychologischer: „Keine Angst“ – darum geht es nicht, jeder und jede hat Angst, wenn sie oder er sich konkret öffentlich zeigt, vor Polizei- und Staatsgewalt und rechter Gegengewalt, vor der wir leider kaum noch geschützt werden. Es geht darum, sich trotz und mit dieser Angst zu wehren, Haltung zu zeigen, etwas zu tun, unsere Werte einer bunten und offenen Gesellschaft zu verteidigen – und das geht nur gemeinsam. Inge Wessels, Wilhelmshaven

In der DNA

„Die Zeit nach dem großen O“, wochentaz vom 8.–14. 8. 26

Neues liegt nicht in unserer DNA? Wir haben zum Glück inzwischen doch ein berechtigtes, gesundes Selbstbewusstsein ohne soziale Arroganz und nehmen uns nicht zu wichtig. Die Souvenirs und Anspielungen gibt es nicht immer noch, die stehen für den heute entspannten Umgang mit dem Bergbau. Eines meiner Lieblingsbeispiele ist der Salonname „Glück auf dem Kopf“.

Laut IW-Studie ist das Ruhrgebiet deutschlandweit die lebenswerteste Metropole. Wir ernähren uns von exzellenten Hochschulen, Gesundheit, Medizin, IT-Sicherheit und Tourismus – mit Jobs auf vielfältigem Niveau. Und wo es noch nicht passt, wird es passend gemacht. Das liegt nun wirklich in unserer DNA! Petra Große-Stoltenberg, Bochum

Trumps Krieg

„Katastrophale Zustände und Ablenkung mit Eis“, taz vom 16. 8. 26

Schon seit dem 28. Februar 2026 führt US-Präsident Donald Trump seinen Krieg gegen Iran. Seine ursprünglichen Ziele waren, einen Regimewechsel in Iran herbeizuführen, Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln, Irans Raketenkapazitäten zu dezimieren und Irans Terrormilizen erfolgreich zu bekämpfen. Dabei wurde Trump mehrfach von Experten vor einem Angriff in Iran gewarnt, weil sie die Sperrung der für die Weltwirtschaft so wichtigen Straße von Hormus befürchteten.

Doch Trump war wieder einmal beratungsresistent und hat nicht auf die Ratschläge von Experten gehört. Jetzt haben ihm die iranischen Revolutionsgarden ein „zweites Vietnam“ beschert: Die Straße von Hormus ist gesperrt, und Trumps Kriegsziele sind in weite Ferne gerückt. Trumps Irankrieg kann wegen der Schließung der Straße von Hormus zu einer Weltwirtschaftskrise führen. Roland Klose, Bad Fredeburg

Fragen über Fragen

Gerüchte und außenpolitische Spielchen“, taz vom 2. 8. 26

Viel wichtiger als die Frage, wie es dazu kam, dass sich so viele Menschen auf den Weg machten, um vielleicht ein besseres Leben anzufangen, ist die Frage, wieso sie so widerstandslos zurückgegangen sind! Darüber wird nichts berichtet. wenn es eine „Schleusermafia“ gegeben hätte, die das organisiert hat, dann wäre die critical mass mächtig genug gewesen, ihr Ziel zu erzwingen!

Da hätte das Militär schießen können – alle Welt wäre erbost gewesen und letztendlich und mit vielen Toten wäre GEAS bezwungen worden. Ich denke da an Ungarn 1989.

Thomas Warnken, Bremen

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen