meinungsstark:
Geruchsbelästigung ist relativ
„Duscht euch nach dem Sport! “,
wochentaz vom 11.–17. 4. 26
Mensch, Frau Opitz, diesen Artikel finde ich echt ärgerlich! Ich treibe leidenschaftlich gerne Sport und bin im Schwitzen sozusagen Meisterin. Nach Ihrer Theorie müsste ich ständig stinken und heftige Akne haben, was aber nicht passiert, obwohl ich unmöglich nach jedem Schwitzen duschen kann und will. Wie Sie ja selbst wissen, sollte man nicht zu oft duschen, um seine Hautbarriere, das Klima und wertvolle Ressourcen zu schonen.
Mein Vorschlag: Lassen Sie bitte jeden Menschen selbst beurteilen, wann eine Dusche angesagt ist! Und eine Geruchsbelästigung empfinde ich häufiger von stark parfümierten Menschen, die vielleicht Furcht davor haben, nach Schweiß zu riechen. Ulrike Presch, Eschwege
Zivilgesellschaft in Aktion
„taz lab 2026 • Jetzt mal Tacheles“
Erst einmal vielen Dank für das Ausrichten der taz-lab-Kongresse. Das Thema in diesem Jahr finde ich superwichtig angesichts der immer stärkeren Normalisierung der AfD, der rechtsextremen Bewegungen und deren Normalisierung!! Ich möchte anregen, dass es noch viel mehr Berichte über die vielfältigen zivilgesellschaftlichen Aktionen, Veranstaltungen für Demokratie und gegen rechts, gibt, besonders aus Sachsen-Anhalt sowie anderen ostdeutschen Bundesländern. Letzte Woche habe ich dazu Robert Fietzke (Rote Zora in Halberstadt) gehört. Sein Bericht zeigt, dass Widerstand gegen rechte Raumnahme, Bedrohung, Hetze et cetera möglich ist, und macht viel Mut.
Ich finde es sehr gut, dass die taz viel über die AfD/rechtsextreme Bewegungen berichtet, aber ich würde mir wünschen, dass es mindestens genauso viele Artikel über zivilgesellschaftlichen Widerstand, demokratische, vielstimmige Aktionen/Veranstaltungen/Zusammenschlüsse gibt. Dies stärkt und wir alle können aus den dortigen Erfahrungen lernen.
Susanne Schulz, Köln
Solidarität und Zusammenhalt
„wochentaz“, vom 11.–17. 4. 26
Nach Printzeitungsabstinenz seit Corona, mit kleinen sporadischen Ausnahmen, erlebe ich mit eurem fantastischen Angebot (10 für 10) ein Gefühl des „wieder zu Hause“.
Der Ton eurer Zeitung ist einfach super und macht mir Hoffnung. Ja, unsere Welt ist kompliziert, ungerecht und zum Heulen – aber wir erleben sie alle (verschieden). Mit der taz lese und spüre ich, dass Solidarität und Zusammenhalt, Diskurs und Toleranz nicht nur möglich sind, sondern wirklich und echt sind. taz eben.
Danke und eine wunderbare Woche im Widerstand gegen das, was uns nicht passt – wir können es zusammen ändern.
Jörg Diernberger, Berlin
Mit der Moral hapert es
taz vom 22. 4. 26
Das Unvorstellbare ist für mich bereits geschehen. Bislang habe ich niemals geglaubt, Regierungen unter Leuten wie Friedrich Merz, einmal Durchhalten wünschen zu müssen. Es kann schlimmer werden. Reformen waren früher positiv. Nun stehen im Gesundheits- und Sozialbereich sowie in Sicherheitsbelangen nach außen und im Inneren grundsätzliche Neuerungen an. Diese können unmöglich von den beiden Regierungsparteien nachhaltig alleine gelöst werden. Die anderen demokratischen Parteien sind einzubeziehen. Selbst die größer werdende AfD ist mit ihren demagogischen Argumenten in den Blick zu nehmen.
Aus meiner Sicht ist zu berücksichtigen, dass der Konsum in den letzten Jahrzehnten weit über den tatsächlichen Verhältnissen in der BRD gelegen hat und für zu viele Menschen unverzichtbare Gewohnheit geworden ist. Zu essen gäbe es genug für alle – mit der Moral hapert es in Politik und Gesellschaft. Rolf Scheyer, Köln
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