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meinungsstark

Atomkraft? Immer noch: Nein Danke!

Betreff: Atomenergie

Atomenergie ist eine Sackgassentechnologie wie Öl, Gas und Kohle, verpackt in nostalgischer Technikromantik. Wer heute Atomkraft fordert, will offenbar nichts anderes als höhere Strompreise, mehr Risiken, knebelnde Abhängigkeiten und wachsende Steuerschulden. Das ist keine Energiepolitik, das ist Realitätsverweigerung mit Ansage.

Der Rückbau eines Reaktors? Frisst Milliarden. Die Endlagerung? Ein ungelöster Jahrtausendalbtraum, den wir unseren Enkeln aufbürden. Und die Haftung bei einem Unfall? Kein Versicherer weit und breit – also zahlt der Staat. Also wir! Solar- und Windstrom kosten 6 bis 10 Cent pro kWh, Atomstrom 15 bis 20 Cent – und das nur, weil wir die wahren Kosten sozialisieren: Die große Rechnung kommt später. Während Wind- und Solaranlagen in Monaten starten, braucht ein AKW Jahrzehnte. Bis der erste Reaktor läuft, hat sich die Energiewelt längst weitergedreht. Die Kosten für den Ausbau der Kernenergie explodieren, die für regenerative Energiegewinnung sinken weiter!

Die Zukunft heißt dezentral, erneuerbar, bezahlbar, sicher. Atomkraft? Ein teures, riskantes Versprechen aus der Vergangenheit. Nein danke! Horst Crome, Bremen

Energierevolution am Amazonas

Leise tuckert die Revolution. Zahlreiche Verbrennermotoren schippern auf dem Amazonas und verschmutzen die umliegenden Wälder. Eine indigene Firma will nun Abhilfe schaffen“, taz vom 23. 3. 26

Vielen Dank für den tollen Artikel über Solarboote im Amazonas! Ich freue mich wirklich sehr über diese Berichterstattung und die technischen Möglichkeiten unserer Zeit. Ich hatte selbst auf diversen Reisen davon geträumt, Solarboote flächendeckend weltweit für die lokale Bevölkerung, Tourismus und vor allem den Schutz der Biodiversität zu entwickeln.

So fuhr ich in Mexiko in einem Luxusresort mit einem Elektroboot auf dem benachbarten Fluss. Bei der Walbeobachtung auf Teneriffa auch ein hybrides solarbetriebenes Boot, welches schnell von Elektro- auf Benzinmotoren gewechselt ist. Als ich jedoch mit Sea Shepherd auf einer Kampagne an der Ostsee war und nachgefragt habe, warum nicht mehr Solarboote fahren, sagten sie mir, dass der erzeugte Strom aus Solarzellen auf dem Camper (ähnlich große Fläche wie ein Boot schätze ich) gerade mal für den Wasserkocher reicht. Daher mein Verbesserungsvorschlag an Ihrem Artikel: warum gehen Sie mit keinem Wort auf Stromerzeugung der Solarzellen oder Energieverbrauch des Bootes ein? Die grüne Transformation ist so wichtig, sie braucht Ihren exzellenten Journalismus.

Friederike Nolting, München

Triumpf der Zerstörung …

USA wollen bisher 8.000 Ziele im Iran angegriffen haben. Darunter fällt seit Samstagmorgen auch die Atomanlage Natans. Derweil schlagen iranische Raketen in Tel Aviv ein, Israel fliegt Attacken auf die Hisbollah und Trump nennt die Nato-Partner Feiglinge“, taz vom 21. 3. 26

Sie haben nicht genügend modernste Raketen, um so weiterzumachen und sie haben keinen Plan, gegen wen sie überhaupt „gewinnen“ wollen. Auch Israel und Netanjahus Schergen werden jeden Tag ärmer sowohl an Material, aber noch mehr an Glaubwürdigkeit, sie provozieren „nur“ Feinde. Ist es zynisch, zu hoffen, dass es für die Kriegsverbrecher ein „Nachher“ gibt, ein Nach-dem-Irankrieg, wenn in einem Frieden wieder neu begonnen werden muss und die jetzigen Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen werden?

Können wir als Demokraten an dieser Stelle einfach zuschauen oder sogar noch zustimmen, wenn auch unser Gemeinwesen daran mitwirken soll, die Rohstoffe, auf die ja eigentlich nur die Börsengurus angewiesen sind, weiter geplündert werden, ohne dass sich unser Wohlstand verbessert, mehr Arbeitsplätze neu entstehen oder auch nur ein Deut veranlasst wird, die Klimakatastrophe einzuschränken? Es ist nicht unser Krieg, eigentlich brauchen wir eine pazifistische Mehrheit zum Überleben. Dietmar Rauter, Kronshagen

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