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meinungsstark

Wir machen die günen Dinger platt!

Pflanzen an die Macht! Die Welt gehört allen Lebewesen. Aber über sie bestimmen wollen wir Menschen allein. Ließe sich das ändern? Ein Ausflug in eine Utopie“,

taz vom 28. 2. 26

Seit vielen Jahren bin ich im Naturschutz unterwegs und kann nur sagen, wenn diese Utopie auch nur ansatzweise Wirklichkeit werden würde, wären wir einen Riesenschritt weiter. Aber leider sind wir, gerade im ländlichen Bereich, Lichtjahre davon entfernt.

Ich habe mich für die Bayerischen Kommunalwahlen als Parteiloser aufstellen lassen. Nach einer Wahlveranstaltung bin ich mit den Vertretern der Landwirte und Jäger ins Diskutieren gekommen. Es ging um die üblichen Feinde dieser Gruppe: Biber, Füchse, Fischotter und, und, und … Nachdem ich versucht habe, die positiven Aspekte insbesondere der kreativen Renaturierung durch Biber ins Bewusstsein zu bringen, kam die Antwort: Besitz muss um jeden Preis geschützt werden! Mein Gegenargument: Was wäre, wenn Fauna und Flora die gleichen Rechte hätten wie Menschen? Das wurde als befremdliche Meinung eines Ex–Städters abgetan.

Ich freue mich auf mehr Artikel in dieser Richtung!

Reinhard Suck, Fürth

Der schwarz-rote Klima-Rollback

Hart an der Grenze zum Trumpismus Die schwarz-rote Koalition entkernt das Heizungsgesetz und will die Solarförderung erschweren. Damit leitet sie einen harten Klima-Rollback ein“, taz vom 28. 2. 26

Der (noch) nicht um finanzielle Mittel und einflussreiche Verbindungen verlegene Sektor der fossilen Energie führt den großangelegten Betrug an den Menschen, Gesellschaften und Lebensgemeinschaften auf unserem gemeinsamen einzigen Planeten, den sie schon vor Jahrzehnten begonnen haben, weiter – und das immer effektiver, intensiver, verdeckter und breiter gestreut.

Sie agieren mit falschen Behauptungen und Informationen, die inhaltlich sehr verdreht sind und so in den Social Mediea eher zu Lügen werden.

Wir lassen uns weiter an der Nase herumführen und können das immer weniger erkennen, geschweige denn entlarven. Von der taz erhoffe ich mir Hinweise zu lösungsorientierten Ideen und Handlungen. Danke für all eure wichtigen, tollen Arbeiten, für euren Einsatz! Astrid Mousaliotis

Hannah Spencer macht Hoffnung

Labour jetzt nur noch drittklassig: Der Triumph der Grünen in einer Labour-Hochburg stellt Starmers Partei vor ein neues Problem: Überflügelt wird sie nicht nur rechts, auch links“, taz vom 1. 3. 26

Der ausführliche Artikel zur in England seit Wochen stark diskutierten Nachwahl des (seit über 100 Jahren von Labour gehaltenen) Parlamentssitzes in Manchester (Wahlkreis: Gorton and Denton) informiert unter anderem über islamistische Tendenzen bei den englischen Grünen, aber auf die grüne Wahlsiegerin Hannah Spencer wird nicht näher eingegangen.

Eine ziemliche Missachtung finde ich. Dabei hielt Hannah Spencer – eine 35-jährige Klempnerin – am Wahlabend eine überaus beeindruckende Rede, in der sie die Nöte, die prekären Lebensverhältnisse und die Verzweiflung von großen Teilen der englischen Arbeiterschichten sowie deren Wunsch nach einem besseren Leben hervorhob. Selten eine solche authentische, ans Herz gehende Rede gehört!

Dass sie mit großem Abstand in einem ganz normalen, sehr heterogenen Wahlkreis mit über 40 Prozent sowohl die rechtsextreme Partei Reform UK als auch Labour mit jeweils weit mehr als 10 Prozent Abstand deutlich in die Schranken weisen konnte, finde ich eine außerordentliche politische Leistung, die Hoffnung macht.

Ich bin seit Jahrzehnten taz-Genosse, und das ist mein erster Leserbrief – weil mich die Rede von Hannah Spencer dermaßen begeistert hat. Sie ist im Guardian vom 27. Februar 2o26 nachlesbar.

Manfred Krause, Solingen

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