meinungsstark:
Besser weniger Autos
„Der klimapolitische Rückwärtsgang ist unverantwortlich“,
wochentaz vom 29. 11. bis 5. 12. 25
Ich befürworte den direkten Weg in ein Verbrenner-Aus. Aber wie der ehemalige Chef des ifo-Instituts Hans-Werner Sinn in Vorträgen glaubhaft gemacht hat, kommt ein E-Auto mit einem höheren CO2-Rucksack auf die Welt, als zum Beispiel ein moderner, bereits zugelassener Verbrenner.
Der CO2-Vorteil kommt erst bei sehr hohen Laufleistungen (etwa oberhalb 200.000 km) zur Geltung, weil die CO2-„Kurve“ flacher ansteigt als die des Verbrenners. Wenn nun ein E-Auto vor Erreichen des Schnittpunktes der beiden CO2-Kurven kaputt geht oder durch Unfall zerstört wird, hinterlässt es auch ohne die Emission einen höheren CO2-Fußabdruck als ein Verbrenner. Meines Erachtens ist die Lösung, insgesamt weniger Autos auf den Straßen zu haben, und hier allerdings emissionsarme E-Fahrzeuge. Peter Lehan, Erding
Ökonomisches Verderben
„Die digitale Abhängigkeit jetzt durchbrechen“,
wochentaz vom 22. 11. bis 28. 11. 25
Danke, dass es die digitale Souveränität endlich auf Seite 1 geschafft hat. Mir ist es völlig unverständlich, wie Europa seit Jahrzehnten mit offenen Augen ins ökonomische Verderben steuert. Nicht nur wegen des Kill-Switch-Risikos, sondern allein schon wegen des riesigen Abflusses an Margen und Daten, zu denen arg- und alternativlose User nicht europäischer Plattformen nonstop beitragen.
Achim Wörsdörfer
Auskömmliche Rente
„Der Blick allein auf das Alter greift viel zu kurz“,
wochentaz vom 29. 11. bis 5. 12. 25
Was ich nicht verstehe: Die „junge Gruppe“: hätte sie vielleicht gerne auch eine auskömmliche Rente? Oder gehen sie davon aus, dass sie Abgeordnete bleiben, Beamte oder Erben, und nie auf eine Rente angewiesen sein werden? 45 Beitragsjahre bis zum Rentenbeginn heißt, wer mit 16 Jahren anfängt zu arbeiten, ist mit 61 fertig, wer mit 30 anfängt, kann mit 75 Jahren in Rente gehen.
Übrigens – wenn irgendwo Geld fehlt: Solange man nicht bereit ist, das dort zu holen, wo es von selbst ohne angemessene Gegenleistung exponentiell in immer absurdere Dimensionen anwächst, gibt es keine gerechte Lösung.
Claudia Scheuermann Fuchs
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