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lokalkoloratur

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PS

Kulturschaffende müssen nicht rechnen können. Nicht, solange ein verlässlicher Manager oder kaufmännischer Geschäftsführer zur Hand ist, der das lästige Zifferngeschiebe übernimmt. Doch die Leitung eines Amts – und sei es auch die Kulturbehörde – geht auch bei wohlwollender Auslegung nicht als rein schöngeistige Betätigung durch. Woraus sich ergibt, dass gewisse, exakt zu betreibende Rechenexempel nötig werden. Allein – hier hakt es ein wenig bei Kultursenatorin Dana Horáková, die wiederholt Kulturinvestitionen nannte, die der Senat in seinen Antworten auf Anfragen Willfried Maiers (GAL) nicht bestätigten konnte: Schon Horákovás Behauptung, für die Domplatz-Bebauung seien 45 Millionen Euro avisiert, stimmte nicht; real genehmigt sind lediglich zehn Millionen. Und fast folgerichtig geht angesichts solcher Detailfehler auch die Gesamtbuchhaltung nicht auf: Nicht 125 Millionen Euro an Kulturinvestitionen hat der Senat beschlossen, sondern 95,5 Millionen. Das ist bedauerlich – nicht nur für die abermals gefoppte Kulturszene, sondern auch für die Senatorin selbst. Denn ein solches Kauderwelsch dient weder der Sache, noch dem dringend nötigen Aufbau von Vertrauen. PS