kondomtest: briten poppen sich durch:
Poppen für Queen und Vaterland, das haben die Landsleute von James Bond schon immer gern getan. Jetzt haben sich in nur einer Woche 10.000 Briten auf die Anzeige eines Kondomherstellers beworben. Wie die Gummifirma am Freitag mitteilte, werden 100 Bewerber für „strenge Vergnügungstests“ ausgewählt. Die Auserwählten müssten die gesamte Produktpalette des Kondomherstellers durchprobieren, hieß es. Da bleiben doch ein, zwei Fragen: Was schreibt man eigentlich in eine Bürstel-Bewerbung hinein? Muss man statt Lebens- einen Mausellauf verfassen? Und was fotografiert man: Gesicht oder Genital? Wie präsentiert man sich eigentlich beim Vorstellungsgespräch? Muss man statt Einkommensteuer Vergnügungsteuer ans Finanzamt abführen? Kann man in der Branche auch aufsteigen und Chefpopper werden? Braucht man dazu ein großes Ding oder reicht schon die Nudel eines durchschnittlichen, sagen wir, Boulevardjournalisten? Fragen über Fragen, über die wir lieber das Gummimäntelchen des Schweigens werfen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen