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herzensortZug um Zug im Zwischenraum

Meine Tante ist immer schon da. Man sieht sie, bevor sie einen sieht. Mit einer Zigarette sitzt sie in ihrer orangenen Daunenjacke auf dem Barhocker und liest, im Rau­che­r*in­nen­be­reich des Restaurants mit dem Schwein im Logo am Bahnhof Altona. Wir treffen uns hier nicht jede Woche, aber immer samstags um 12 Uhr, weil sie davor bei Aldi am Bahnhof einkaufen war. Zu jeder Jahreszeit sitzen wir draußen vor dem Hintereingang. Die kleine Terrasse ist überdacht, an den Seiten verglast, nach vorne hin offen. Immer lässt meine Tante ihre Jacke an, meist die Mütze auf. Manchmal essen wir eine Kartoffel, vor allem rauchen wir. Sie reicht mir die Schachtel mit den Zigaretten, die sie zu Hause gestopft hat. Ihre steckt sie auf einen goldenen Glasfilter, das ist gesünder. Wir sind die einzigen Gäste, die hier im Durchgang sitzen.

Während wir reden und rauchen, gehen Leute an uns vorbei. Wenn die Tür sich öffnet, hören wir die Stimmen von drinnen, wo die Gäste ohne Jacken sitzen. Manchmal verbringt eine Kellnerin ihre Pause bei uns. Unsere Treffen sind leicht, vielleicht weil sie im Zwischenraum liegen, zwischen Aldi und Heimweg und drinnen und draußen. Amira Klute