: die taz berichtet in 10 Jahren
Unter strömendem Regen hat Senator Wolfgang Schäfer gestern die neue Müllverbrennungsanlage in Berlin-Mitte eingeweiht. „Es ist weltweit die erste Anlage, die den Grünen Punkt besitzt“, erklärte er stolz. „Selbst dem Rauch- und dem Kühlkreislauf konnte der Punkt verpaßt werden, so sauber sind die!“ Kritiker vom Ökokonzern Greenpeace bezeichneten die Inbetriebnahme der umstrittenen Anlage als Affront. Sie seien während der Planungs- und Durchführungsphase nicht konsultiert worden. Außerdem bezöge die neue Anlage ihre Energie aus einem integrierten und gekapselten Mini-KKW russischer Produktion. Aus Protest haben sich Angehörige der verbotenen Partei „Die Grünen“ in mehrere Abfalltransporte hineingeschmuggelt. Bemerkt wurde dies allerdings erst, als aus dem siebten Container lautes Niesen zu hören war. Allerdings hatte die neue Anlage zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Container samt Inhalt desintegriert. „Wir ersparen uns lange Transportwege, die Abwärme wird in den umliegenden Wohngebieten genutzt, und wenn sich noch weitere Terroristen selbst entsorgen möchten, würden wir dies nur begrüßen“, erklärte der diensthabende Schichtleiter. Informierte Kreise sprechen von einer bewußten Unterdrückung der Vorankündigung über den Protest der Grünen. A. Khammas
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen