piwik no script img

die taz berichtet in 10 Jahren

05.12.02 Unter der hämischen Überschrift „Grönemeyer kann nicht singen“ berichtet die Kulturseite der taz über den mysteriösen Virus, der die Stimmbänder von namhaften deutschen Schnulzensängern befällt. Dieses „Troubadix-Syndrom“ verwandelt melancholische Töne jeder Art in klägliches Röcheln. Bisher waren schon Peter Maffay, Howard Carpendale und Roland Kaiser Opfer dieser spontan auftauchenden Krankheit. Letzterer geht recht salopp mit seinem Handicap um: „Eigentlich wollte ich schon immer wie Joe Cocker klingen“, so der Tonkünstler. Auch die Sport- Redaktion hat ein heißes Eisen im Feuer: Um das Niveau der deutschen Fußball-Elf aufzublähen, deutschte Bundestrainer Rudi Völler fünf bislang unbekannte österreichische Spitzenfußballer in die Nationalmannschaft ein. Das Innenministerium spielte bei der illegalen Ausweisbeschaffung mit. Der Schwindel flog auf, weil die Neulinge nach jeder Niederlage Unmengen an Germknödln, Kaiserschmarrn und Jagatee mit Schlagobers verschlangen. Als Völler dieses Laster unterbinden wollte, beschimpften sie ihn lauthals in aller Öffentlichkeit als „fiesen Piefke“. fun & joy

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen