: der schwerpunkt
Foto: Sandrine Pic/plainpicture
Querdenkende Lokalpresse: Gerüchte schnappt man auf, die Wahrheit steht in der Zeitung. Klar hatte diese Vorstellung auch früher schon ihre Tücken – aber fest steht, dass gerade die lokale Zeitung einen immensen Einfluss auf die politische Meinungsbildung im Land hatte. Im Lokalen ging es nie um flammende Leitartikel oder messerscharfe Analysen, sondern um das, was eben passiert war und den Konsens ausmacht für die Realitätswahrnehmung bürgerlicher Kreise. Diese Zeiten sind vorbei. Erst trieben Auflageneinbrüche die gute alte Lokalzeitung an den Rand der Belanglosigkeit, im Gegenzug spülen heute immer größere Konzerne mit immer mehr Reichweite immer klickträchtigere Aufreger in die Welt. An der Neuen Osnabrücker Zeitung lässt sich sehen, was passiert, wenn sich zur Sensationslust politisch diffuses Querdenkertum gesellt. Das macht Stimmung – auch gegen die Zeitung. Zum Thema
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen