piwik no script img

der schwerpunkt

Gaststättensterben: Abends auf ein Bier (oder gern auch eine Apfelsaftschorle), vielleicht was essen, jedenfalls um Leute zu treffen. Deswegen sind Gaststätten und Kneipen ja erfunden worden, dass man hier zusammenkommen kann. Wenn dann ein Lokal nicht mehr über die Runden kommt und schließen muss, ist das schade. Und man geht einfach in das nächste Lokal. So macht man es wenigstens in der Stadt. Auf dem Land aber sieht die Sache anders aus. Auch da macht es den Betreibern zu schaffen, dass sie keine Thekenkräfte finden, auch da sind die Betriebskosten hoch. Immer mehr Gaststätten müssen schließen. Fehlt dann die Kneipe, ist das soziale Leben gleich noch ruhiger gestellt im Dorf. Auch im Lindenhof im brandenburgischen Pätz droht die letzte Runde. Mehr als 120 Jahre gab es hier ein gastronomisches Angebot. Jetzt steht der Lindenhof vor dem Aus. Zum Thema

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen