piwik no script img

der fotograf und seine geschichte

Li Xin, der sämtliche Fotos auf diesen Seiten aufnahm, ist Mitte vierzig. Seine ersten Erfahrungen als Fotograf machte er bei der chinesischen Volksarmee, für die er zwischen 1976 und 1981 arbeitete. Er fotografierte 1979 während des Grenzkonflikts mit Vietnam. „Ein gutes Training und eine beeindruckende Erfahrung“, sagt er heute über diese Zeit. Sein Interesse für das Christentum in den ländlichen Regionen Chinas begann Anfang der Neunzigerjahre. Ihm fiel bei seinen Reisen auf, wie stark verwurzelt die christlichen Religionen in manchen Dörfern waren. Ein Bürgermeister sagte ihm: „Dank des Einflusses des Christentums haben wir hier keinerlei Verbrechen.“ Li Xin selbst beobachtete: „Manche Dörfer gehören geschlossen zu einer Religionsgemeinschaft. Die Menschen nehmen ihre Religion sehr, sehr ernst.“ Li Xin unterrichtet seit zwanzig Jahren an der Fotografischen Fakultät der Technischen Universität Schanghai. Er sieht sich als Dokumentarist sozialer Umbrüche und Fotojournalist. Seine Bilder werden verbreitet durch die Agentur Imaginechina.com.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen