das wetter: Hey, Erde!
Lange genug hatte die Erde der Sonne und dem Mond beim Herumalbern zugeschaut, und endlich begriff sie. Zögerlich noch, wackelte sie erst mal ein bisschen, und als ihr das gefiel, schlug sie mutig einen Purzelbaum. Dann hielt sie abrupt an und schüttelte sich. Die meisten Menschen merkten davon nichts, weil sie mit ihrem Smartphone beschäftigt waren, und fragten sich erst am nächsten Morgen unter der Dusche, wo die blauen Flecken herkamen. Die Erde aber ging stiften, besuchte Mars und Jupiter, streunte durch den Keupergürtel, wo sie mit den herumschwirrenden Gesteinsbrocken Fußball spielte, sagte noch weiter hinten Gott guten Tag und kehrte schließlich zurück, als sie den einsamen, verlassenen Mond klagen hörte. Von alledem hatte kaum jemand etwas mitbekommen, denn die Erde hatte ja keine Fotos gepostet.
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen