das wetter: bach und vögelchen 2:
Als das Vögelchen am Ufer seiner Braut landete, spürte es, dass irgendetwas anders war als sonst: Zwar klang das Plätschern ähnlich hell und froh wie sonst – aber dennoch glaubte es, in den Wellen des reichen Bächleins einen Hauch von Verdruss auszumachen. „Geht es dir nicht gut?“, fragte das Vögelchen und strich mit seinem Flügel sanft über die glitzernde Oberfläche des Wassers. „Ach“, sagte der Bach mit tränenerstickter Stimme. „Ich glaube, wir müssen unsere Hochzeit absagen.“ – „Ist es wegen deines Vaters, des tosenden Flusses?“, fragte das Vögelchen. „Nein“, erwiderte das Bächlein. „Es ist viel schlimmer …“ Erschrocken verschlang das Vögelchen einen leckeren, kleinen Fisch.
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