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das portraitDer Basketballspieler Dennis Schröder liebt Braunschweig

Erfolgreich in den USA, spendabel in der Heimat: Dennis Schröder Foto: dpa

Wie soll man diesen jungen Mann am besten bezeichnen? Als sprunghaft? Das würde zu seiner Berufsbeschreibung Basketball-Profi passen. Dennis Schröder zog von Braunschweig in die USA, um in der Profiliga NBA zu einem globalen Superstar zu werden. Er neigt zugleich zu kindlicher Naivität und grenzenlosem Selbstvertrauen. So erzählte der 24-jährige Aufbauspieler der Atlanta Hawks vor einiger Zeit, dass er aus seiner Villa in ein neues Haus am Stadtrand ziehen wolle.

„Ich möchte da viele Dinge drin haben, damit ich nicht ständig in Atlanta draußen sein muss: eine Bowlingbahn, einen Fitnessraum, ein Trampolin mit Basketballkorb, einen Whirlpool, einen normalen Pool und eine Top-Golf­anlage, wo ich Bälle vom Dach in den Garten schlagen kann“, sagt der Mann, der drei Luxuskarossen fährt, darunter auch ein Lamborghini.

Zu Kopf gestiegen ist dem deutschen Nationalspieler sein ausschweifender Lebensstil aber nicht. Im Februar kündigte er an, sein altes Braunschweiger Team Basketball Löwen auch weiter zu unterstützen. Und so steigt Schröder beim Bundesligisten ein, für den er von 2011 bis 2013 gespielt hat: als Gesellschafter der Basketball Löwen Braunschweig GmbH. Durch seine Unterstützung sei die Erfüllung der Lizenzauflagen für die kommende Saison gewährleistet, teilte der Club mit.

„Ich freue mich sehr darüber, zukünftig Gesellschafter bei den Löwen zu sein“, so Schröder. Es sei für ihn eine Herzensangelegenheit, seinen Heimatclub zu unterstützen. Er übernimmt die Anteile eines Investment-Unternehmens, das nach dem Ausstieg des früheren Namenssponsors eingesprungen war. „Ich bin stolz, als Mitbesitzer einzusteigen. Ich liebe Braunschweig!!!“, schrieb er in den sozialen Medien. Der Mann mit den größten Fähigkeiten im deutschen Basketball seit Dirk Nowitzki engagiert sich bereits beim Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig.

Für Schröder dürfte es sich bei der Einlage bei den Löwen um Peanuts handeln. Rund 150.000 Euro fehlen dem Club zur Lizenzsicherung. Schröder verdient bei den Atlanta Hawks bis 2021 rund 63 Millionen Euro. Christian Görtzen

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