: das land der pressefreiheit
Mit Rat und Tod
Für Journalisten ist Tadschikistan eines der gefährlichsten Länder der Welt. Das amerikanische Komitee zur Verteidigung von Journalisten, cpj, sowie Reporter ohne Grenzen ernannten mehrmals Präsident Rochmonow zu einem der Hauptfeinde der Presse. In der Regierungszeit Rochmonows sind seit 1992 18 Journalisten eines gewaltsamen Todes gestorben. Kein einziges der Verbrechen wurde aufgeklärt. Hunderte Journalisten mussten das Land verlassen.
Die Verfassung des Landes garantiert zwar die Pressefreiheit, und Zensur ist verboten. Jedoch wird keine Zeitung, keine Zeitschrift, keine Broschüre und kein Plakat gedruckt ohne vorherige Kontrolle oder einem „ freundschaftlichen Rat“ aus dem Präsidentenapparat, der sich für die Wahrhaftigkeit in der Presse zuständig fühlt. Fernsehen und Radio sind vollkommen gleichgeschaltet. Oft werden mehr oder weniger kritische Artikel vor der Drucklegung einfach entfernt. M. B.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen