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Foto: MATTEO CIAMBELLI REUTERS
Real Madrid und La-Liga-Boss Javier Tebas werden wohl keine Freunde mehr. Schon länger liefern sich die beiden Parteien einen Machtkampf um vermeintlich oder tatsächlich parteiliche Schiris gegen Real Madrid. Real fordert nun gar Tebas' Rücktritt. Der Grund? Der Liga-Präsident hatte den Club mit einem Nazi-Vergleich provoziert. Denn die Hetze gegen angebliche Schiri-Fehlentscheidungen bei Reals TV-Sender erinnerte Javier Tebas an Methoden des Nazi-Propagandaministers Joseph Goebbels.
„Das Management von Real Madrid dirigiert ein Orchester an Sprechern, mit Real Madrid TV an der Spitze. Das Programm ist immer dasselbe: Sie wählen Szenen, die ihnen passen, wiederholen Vorwürfe, schüren Misstrauen und beschuldigen ihre Gegner. Diese Methode erinnert an die Propagandamechanismen von Goebbels.“ In der Sache hat Javier Tebas gewiss nicht unrecht: Clubs nutzen zunehmend ihre neue Macht durch eigene Social-Kanäle und TV-Sender, um das öffentliche Narrativ zu bestimmen. Aber vielleicht sollte er wissen, dass über Vergleiche aus der Nazi-Kiste schon so mancher gestolpert ist.
Wesentlich entspannter gegenüber Diktaturvergleichen zeigt sich Kylian Mbappé. Der nämlich wird auf Memes gerne als Diktator dargestellt und etwa als Mao, Kim Jong-un oder Josef Stalin gezeigt. Es gab sogar einen spanischsprachigen Song, der Mbappé als Diktator im Bernabéu feiert, mit Lyrics wie: „Wenn ich um den Thron bitte, dann habe ich ihn schon bestiegen.“ Der Real-Stürmer sagte nun dazu: „Einerseits ist es amüsant, weil man sieht, dass es für manche Leute ein harmloser Scherz ist. Andererseits ist es weniger lustig, weil wir wissen, welchen Schaden solche Leute im Laufe der Geschichte angerichtet haben.“
Von seinem Nationalelf-Kollegen Ousmane Dembélé lässt sich Mbappé aber gern als Mobutu bezeichnen, in Anspielung auf den ehemaligen kongolesischen Diktator Mobutu Sese Seko. „Bei Ousmane ist es etwas anderes. Bei ihm ist es nur ein Witz.“
Easy, solang's nicht Goebbels ist. (asc)
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